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WM-Stadion in St. Petersburg 16 Milliarden Rubel verschwunden

 ·  Der Rubel rollt, nur wohin? Die WM-Arena in St. Petersburg sollte ursprünglich nur 6,7 Milliarden Rubel kosten - mittlerweile sind die Baukosten auf über 40 Milliarden explodiert. Der Rechnungshof prüft.

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© dpa Vergrößern Der Rubel rollt, wo einst der WM-Ball rollen soll: Stadion in St. Petersburg

Wegen explodierender Baukosten auf mehr als eine Milliarde Euro beim neuen WM-Stadion in St. Petersburg haben sich nun die russischen Behörden eingeschaltet. Die Arena, die auch als Spielstätte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 eingeplant ist, sollte zunächst 6,7 Milliarden Rubel (damals etwa 196 Millionen Euro) kosten. Der Rechnungshof prüfe nun die Vorgänge, sagte Gouverneur Georgi Poltawtschenko am Freitag der Agentur Interfax zufolge. „Wir wollen klären, wo bereits 16 Milliarden Rubel verschwunden sind“, sagte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin.

In Russland führt oft die weit verbreitete Schmiergeldkultur zum explosionsartigen Anstieg von Baukosten. Das Bauunternehmen Transstroi machte auch nachträgliche Änderungswünsche des Weltfußballverbandes Fifa für die auf 43,8 Milliarden Rubel (1,08 Milliarden Euro) gestiegenen Kosten verantwortlich. Die Arena soll nach Angaben des Erstligaklubs Zenit St. Petersburg 62.000 Besucher fassen, die Fifa spricht von 69.501 Plätzen.

Das für 2010 geplante Bauende ist nicht absehbar. Derzeit seien etwa 70 Prozent fertiggestellt, teilte Transstroi mit. Mit dem Bau des „Raumschiffs“ nach einem Entwurf des japanischen Architekten Kisho Kurakawa war 2007 begonnen worden. Kürzlich hatte Ministerpräsident Dmitri Medwedew, der wie Putin aus St. Petersburg stammt, das langsame Tempo und die horrenden Kosten angeprangert.

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26.10.2012, 16:58 Uhr

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