25.05.2006 · Die Stadt Garmisch-Partenkirchen hat im sechsten Anlauf den ersehnten Zuschlag für die alpine Ski-Weltmeisterschaft im Jahr 2011 erhalten und setzte sich gegen das österreichische Schladming durch.
Garmisch-Partenkirchen hat im sechsten Anlauf den ersehnten Zuschlag für die alpine Ski-Weltmeisterschaft im Jahr 2011 erhalten. Beim Kongreß des Internationalen Skiverband FIS im portugiesischen Vilamoura setzte sich der Olympia-Ort von 1936 am Donnerstag mit 9:6 Stimmen gegen den einzigen Gegenkandidaten Schladming aus Österreich durch.
„Das ist eine außerordentlich wichtige Entscheidung für Bayern, Deutschland und den internationalen Skisport“, sagte der Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Alfons Hörmann, Donnerstag abend. „Wir sind sehr glücklich, dieses besondere Ereignis für den Skisport organisieren zu dürfen.“
Umfangreiche Umbauten stehen bevor
Garmisch-Partenkirchen war 1978 als bislang einziger deutscher Wintersport-Ort Gastgeber einer Alpin-WM. Vor zwei Jahren war die Werdenfelser Gemeinde mit nur zwei Stimmen überraschend deutlich gescheitert: Damals erhielt der französische Ort Val d'Isère den Zuschlag für 2009. Im Jahr 2007 wird die Weltmeisterschaft im schwedischen Aare ausgetragen.
Bei der Präsentation an der Algarve war auch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) anwesend. Der Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Alfons Hörmann, präsentierte die Bewerbung des deutschen Winersport-Ortes Nummer eins. Ski-Legende Rosi Mittermaier unterstützte in Vilamoura mit Mann Christian Neureuther ebenso die Bewerbung wie die Rennläufer Maria Riesch und Felix Neureuther. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses lag sich die deutsche Delegation jubelnd in den Armen.
Für die WM im Werdenfelser Land werden einige längst überfällige Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. Neben der Erneuerung der Liftanlagen soll vor allem die traditionsreiche Kandahar-Abfahrt am Kreuzeck völlig umgebaut werden. Bislang konnten die Zuschauer die Rennläufer nur für wenige Sekunden beim Zieleinlauf beobachten, künftig soll ein Großteil der Strecke vom Kreuzeck einsehbar sein. Am Gudiberg sollen die Slalomläufe direkt ins historische Olympia- Skistadion von 1936 führen. Das Eishockey-Stadion von 1936 soll Hauptpressezentrum werden.