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Verdächtige Überweisung : Jetzt auch Sergej Bubka?

Sergej Bubka (links, neben Jelena Isinbajewa) wehrt sich gegen Verdächtigungen. Bild: dpa

Eine Schlüsselfigur der internationalen Sportpolitik ist Gegenstand einer Untersuchung: Die „Integrity Unit“ des Leichtathletik-Weltverbandes befasst sich mit Sergej Bubka.

          Eine Schlüsselfigur der internationalen Sportpolitik ist Gegenstand einer Untersuchung: Sergej Bubka aus der Ukraine, ehemaliger Weltrekord-Stabhochspringer. Die „Integrity Unit“ des Leichtathletik-Weltverbandes, befasst sich mit verdächtigen Zahlungen, die die französische Zeitung „Le Monde“ enthüllte. Demnach hat der ehemalige Stabhochspringer, Exekutivmitglied des Internationalen Olympischen Komitees und Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, am 18. Juni 2009 die Summe von 45.000 Dollar an die Gesellschaft "New Mills Investment Ltd.", eine Offshore-Firma auf den Antillen, überwiesen.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Diese Firma gehörte Walentin Balachnitschew, einst russischer Verbandspräsident und Schatzmeister der IAAF, der wegen der Vertuschung von Dopingfällen lebenslang durch den Weltverband gesperrt wurde. Bubkas Anwalt erklärte, die Zahlung an New Mills habe einer Beratungstätigkeit gegolten im Zusammenhang mit der Expansion eines Stabhochsprung-Wettbewerbs über Bubkas Heimatstadt Donetzk hinaus.

          Einen Tag vor Bubkas Überweisung hatte New Mills fast die indentische Summe, nämlich 45.033 Dollar, an Pamodzi Sports überwiesen, eine Firma von Papa Massata Diack, Sohn des einstigen IAAF-Präsidenten Lamine Diack. Der Senegalese ist zentrale Figur gleich zweier Korruptions-Systeme. Die französische Staatsanwaltschaft wirft ihm sowohl Stimmenhandel im Zusammenhang mit der Vergabe der Olympischen Spiele 2016 an Rio, als auch Vertuschung von Doping-Fällen in der Leichtathletik vor. 2009, im Jahr der Spiele-Vergabe an Rio, fanden auch die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin statt.

          Quelle: F.A.Z.

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