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2020 in Tokio : Auch Streetball und BMX Freestyle werden olympisch

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Auf der Suche nach der Jugend: Olympia nimmt BMX-Freestyle auf Bild: dpa

Olympia probiert neue Sportarten aus: Eine Mini-Variante des Basketballs und Artistik auf dem Fahrrad kommen hinzu. Derweil macht das IOC mit seinem Plan für eine Doppelvergabe ernst.

          Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio kommen 3x3-Basketball und BMX Freestyle als neue Sportarten ins Programm, um mehr jüngere Menschen für die Wettkämpfe zu begeistern. Nach einer Sitzung der Spitze des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sagte Präsident Thomas Bach am Freitag in Lausanne: „Ich bin erfreut, dass die Olympischen Spiele in Tokio jünger, städtischer werden und dass mehr Frauen dabei sein werden.“

          Fünf neue Sportarten – auch noch Softball/Baseball, Skateboarden und Klettern – mit 474 Athleten und 18 Wettbewerben kommen zu den 321 Entscheidungen mit 10.616 Athleten von Tokio hinzu. Dort werden also bei 339 Entscheidungen 11.090 Sportler antreten.

          Das IOC machte den Weg für mehr Mixed-Mannschaftswettbewerbe – Teams mit Männern und Frauen – beispielsweise in der Leichtathletik, im Schwimmen, Triathlon und im Judo frei. Beim 3x3-Basketball spielen zwei Mannschaften a drei Spieler auf einen Korb. Beim BMX Freestyle messen sich die Fahrrad-Sportler bei artistischen Übungen. Dafür werden sie von Punktrichtern bewertet.

          Doppelvergabe an Paris und Los Angeles?

          Unterdessen macht das IOC ernst mit seinem Plan, die darauf folgenden Sommerspiele 2024 und 2028 gleichzeitig an Paris und Los Angeles zu vergeben. Diesen Vorschlag machte am Freitag die Spitze des IOC seinen Mitgliedern in Lausanne. Über den Vorschlag werden die IOC-Mitglieder auf einer Sondersitzung am 11. und 12. Juli entscheiden. Wer den Zuschlag für die Spiele 2024 bekommt, entscheidet das IOC am 13. September in Lima.

          Los Angeles war schon zwei Mal – 1932 und 1984 – Gastgeber. Auch Paris hatte die Spiele schon zwei Mal ausgerichtet: 1900 und 1924. Stimmen die IOC-Mitglieder dem Vorschlag zu, ist es die zweite Doppelvergabe in einem Jahrhundert: Im Juni 1921 waren die Spiele 1924 an Paris und 1928 an Amsterdam vergeben worden. Die Exekutive, die Führungsspitze des IOC, unter Leitung ihres deutschen Präsidenten Thomas Bach traf die Entscheidung nach eintägigen Beratungen auf Grundlage eines Berichtes über Vor- und Nachteile einer Doppelvergabe.

          Bach hatte die Debatte im vergangenen Dezember angeschoben. Da die Kandidaten erheblichen – auch finanziellen – Aufwand bei der Bewerbung treiben, hält er das bisherige Verfahren für zu kostspielig und demotivierend für die Unterlegenen, sich abermals zu bewerben. Bach hatte wiederholt gesagt, die Vergabe produziere zu viele Verlierer.

          Offiziell haben Paris und Los Angeles klar gemacht, eigentlich nur für die Olympischen Spiele 2024 im Rennen zu sein. Beide Städte stehen der Idee einer Doppelvergabe aber grundsätzlich positiv gegenüber. Es gibt Hinweise, dass Paris 2024 zum Zuge kommt und Los Angeles dann 2028, wenn das IOC der Metropole an der amerikanischen Westküste Zugeständnisse macht.

          Für 2024 hatten sich ursprünglich auch Hamburg, Boston, Rom und Budapest beworben. Alle vier zogen ihre Kandidaturen zurück. Grund war fast immer das Misstrauen der Bürger in das Versprechen des IOC, die Ära des teuren Gigantismus bei Olympia sei vorbei. Anstelle von Boston ging Los Angeles ins Rennen.

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