http://www.faz.net/-gtl-93lgn

Bau des WM-Stadions : Russischer Politiker gibt Betrug zu

  • Aktualisiert am

Immer wieder hat das Zenit-Stadion in St. Petersburg für Schlagzeilen gesorgt, nun hat ein Politiker Betrug zugegeben. Bild: Picture-Alliance

Ein ehemaliger Vize-Gouverneur von St. Petersburg hat Betrug beim Bau des Stadions für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zugegeben. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

          Ein ehemaliger Vize-Gouverneur von St. Petersburg hat Betrug beim Bau des Stadions für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zugegeben. Wie die Petersburger Behörden am späten Mittwochabend der Agentur Tass zufolge mitteilten, soll Marat Oganessjan zugegeben haben, mehr als 50 Millionen Rubel (730.000 Euro) unterschlagen zu haben. Das Geld war für eine Videowand in dem Stadion eingeplant. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

          Oganessjan war von 2013 bis 2015 als stellvertretender Gouverneur für Bauprojekte in der Newa-Metropole zuständig. Im November 2016 war er wegen Betrugsverdachts festgenommen worden. Die Petersburger Ermittlungsbehörde teilte mit, die Untersuchungen in dem Fall seien nun abgeschlossen.

          Spielplan der Fußball-WM 2018 in Russland

          In der Zenit-Arena auf der Krestowski Insel mit 69.000 Sitzplätzen ist kommenden Sommer unter anderem ein WM-Halbfinale geplant. Der Bau des Stadions hatte über Jahre immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Die Kosten waren explodiert, der Agentur Ria Nowosti zufolge werden sie auf umgerechnet rund 580 Millionen Euro geschätzt, ursprünglich waren etwa 100 Millionen Euro geplant. Es gab Berichte über Arbeiter, die auf der Baustelle umgekommen sein sollen. Auch Beschwerden über die Qualität des Rasens und undichte Stellen im Dach gehörten zu den Begleiterscheinungen in der Bauphase.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kommandeur reagiert : EU-Mittelmeermission „Sophia“ gestoppt

          Italien setzt seinen harten Kurs gegen Bootsflüchtlinge fort. Nach der Ankündigung, Schiffen der EU-Mission „Sophia“ die Einfahrt in italienische Häfen zu verbieten, zog der zuständige Admiral jetzt offenbar die Reißleine.

          Ausschreibung gestartet : Freie Fahrt für deutsches Gras

          Seit März 2017 gibt es Cannabis auf Rezept. Doch was Apotheken hierzulande verkaufen, stammt bislang ausschließlich aus dem Ausland. Nun startet ein zweiter Anlauf für Cannabis „Made in Germany“.

          Zehn Verletzte : Gewalttat in Lübecker Linienbus

          Im Lübecker Stadtteil Kücknitz hat es nach einer Gewalttat mit einer Stichwaffe in einem Linienbus zehn Verletzte gegeben. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen – die Polizei nennt Details zur Identität.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.