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Sportminister de Maizière : „Wir müssten mindestens ein Drittel mehr Medaillen bekommen“

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Alles im Griff: Sportminister Thomas de Maizière Bild: dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert vom deutschen Sport mehr Erfolge. Zusätzliches Geld verweigert der CDU-Politiker im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert von den deutschen Spitzensportlern mehr Erfolg. „Wir müssten eigentlich nach der Tradition in beiden deutschen Staaten und nach unserer Wirtschaftskraft, mit der wir den Spitzensport fördern, mindestens ein Drittel mehr Medaillen bekommen, vielleicht mehr“, sagte der für den Spitzensport zuständige CDU-Politiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagausgabe, an diesem Donnerstag bereits ab 20 Uhr erhältlich als ePaper):  „Wir gehören in die Spitzengruppe der Nationenwertung.“ 

          Die deutsche Mannschaft hatte bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit 44 Medaillen den sechsten Rang belegt. Damit ist de Maizière nicht zufrieden. Für die Leistungssteigerung soll aber kein zusätzliches Steuergeld aufgebracht werden. Es liege im Interesse des Ministeriums und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), „für das gleiche Geld mehr herauszukriegen“, sagte der Innenminister der F.A.Z.

          Der deutsche Staat fördert den Spitzensport in diesem Jahr mit 153 Millionen Euro, dazu kommen Personal- und Sachleistungen von den Bundeswehr, der Polizei und dem Zoll. „Ich finde, wir sind unter Niveau“, sagte de Maizière, „und das sollte sich ändern.“

          Gute Aussichten für Hamburger Bewerbung

          Er  hält es derweil für möglich, dass das Doping-Problem größer ist als angenommen. „Ein vollständiges Bild hat sicher niemand. Ich glaube, dass der Umfang möglicherweise noch immer unterschätzt wird. Aber wir geben ja auch nicht den Kampf gegen Verbrechen auf, weil es immer wieder dazu kommt.“

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          Der Hamburger Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 räumt er gute Aussichten ein. „Es ist keineswegs sicher, dass wir gewinnen, aber die Chancen sind so gut wie lange nicht mehr.“ Zum ersten Mal seit München 1972 engagiert sich der Bund finanziell, mit vorerst zehn Millionen Euro, für eine Olympiabewerbung und tritt zudem als Gesellschafter auf. „Wir wollen, dass es diesmal gelingt“, sagte de Maizière der F.A.Z.: „Hamburg bewirbt sich zwar als Stadt, aber für Deutschland.“ Dies könne den Erfolg bringen. Auch die parallel laufende Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes um die Austragung der Europameisterschaft im selben Jahr sieht er nicht als Handicap an: „Ich denke, wir können auch zwei Großveranstaltungen stemmen.“

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