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Spitzensportreform : „Zeitlich zu ambitioniert“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Sportleistungszentrum Kienbaum Bild: dpa

Die geplante Reduzierung der Bundesstützpunkte für Leistungssport wird um ein Jahr verschoben. Zuvor hatten sich Politik und Sport gegenseitig mangelnde Vorbereitung bei der Umsetzung vorgeworfen.

          Das Bundesinnenministerium (BMI) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben weitere Verzögerungen bei der Umsetzung der Spitzensportreform eingeräumt. Demnach soll die Reduzierung der Bundesstützpunkte von 250 auf 165 nicht wie geplant zum 1. Januar 2018, sondern erst ein Jahr später abgeschlossen werden.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          „Wir haben erkannt, dass es zeitlich zu ambitioniert war, die neue Bundesstützpunktstruktur zum 1. Januar 2018 umzusetzen“, teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit, „daher haben wir uns gemeinsam auf ein weiteres Übergangsjahr geeinigt, um Athleten und Trainern hinreichend Planungssicherheit für die persönliche Zukunft zu geben.“ Sport und Politik machen sich gegenseitig Vorwürfe, jeweils nicht ausreichend vorbereitet gewesen zu sein für das Konzept.

          Nach Informationen dieser Zeitung gibt es Verbände, die eine Konzentration ihrer besten Athleten schon organisiert haben, nun aber fürchten, nicht ausreichende Mittel zu erhalten, während als „überflüssig“ eingestufte Stützpunkte im Übergangsjahr weiter Geld bekommen. Angesprochen auf das Problem, versprach das BMI eine „faire“ Reaktion. Unterdessen ist der Potsdamer Sportwissenschaftler Prof. Urs Granacher als Nachfolger von Prof. Bernd Strauß zum neuen Vorsitzenden der sogenannten PotAS-Kommission berufen worden. Die Geschäftsstelle wird von Münster nach Bonn ans Bundesinstitut für Sportwissenschaften verlegt.

          Quelle: F.A.Z.

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