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Salzburg 2014 Franz Klammer folgt auf Fedor Radmann

22.01.2007 ·  Fedor Radmann ist als Chef der Bewerbung Salzburgs um die Olympischen Winterspiele 2014 zurückgetreten. Österreichs Ski-Idol Franz Klammer soll nun das neue „Gesicht der Bewerbung“ werden.

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Österreichs Ski-Idol Franz Klammer soll nach dem Rücktritt von Fedor Radmann Salzburgs Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2014 retten.

Der Abfahrts-Olympiasieger von 1976 in Innsbruck soll das neue „Gesicht der Bewerbung“ werden, erklärten Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden und der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Österreich (ÖOC), Leo Wallner, am Montag vor Journalisten in Salzburg.

Radmann mit Tränen in den Augen

Zuvor war bekannt geworden, daß Radmann aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Chef des Bewerbungskomitees abgegeben hat. Der 62 Jahre alte gebürtige Berchtesgadener erläuterte mit Tränen in den Augen bei einer Pressekonferenz die Gründe der zum Ausscheiden führenden gesundheitliche Probleme: Er habe sich einfach zu viel zugemutet.

Zugleich unterstrich Radmann, dass sein Engagement für Salzburg „kein geschäftlicher Auftrag, sondern Leidenschaft und tiefste Überzeugung“ gewesen sei. Er bleibe der Bewerbung, die auch die Bob- und Rodelbahn am Königssee einschließt, aber „als Freund“ erhalten.

Erfolgreichster Abfahrer der Weltcup-Geschichte

Die Stelle Radmanns wird zwar zunächst ausgeschrieben, doch ließen Schaden und Wallner keinen Zweifel daran, dass Klammer der neue Mann an der Spitze sein wird. Er solle Salzburgs Bewerbung vor allem international repräsentieren. Klammer ist mit 25 Siegen noch immer der erfolgreichste Abfahrer der Weltcup-Geschichte.

Radmann wurde von den Salzburger Verantwortlichen mit höchstem Lob verabschiedet. „Er hat der Bewerbung national wie international zum Durchbruch verholfen“, erklärte Schaden. Auch Wallner bedauerte den Rücktritt des „ganz exzellenten Mannes“, man habe aber in Klammer einen wahren Sympathieträger gefunden.

Salzburg hat „sehr gute Verbündete“

Der scheidende Bewerbungschef bezeichnete die Ausgangsposition Salzburgs knapp ein halbes Jahr vor der Vergabe der Spiele durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 4. Juli in Guatemala-Stadt als sehr gut. Für die Entscheidung durch die IOC-Vollversammlung, die durch den Prüfungsbesuch der Evaluierungskommission vom 14. bis 17. März in der Mozart-Stadt vorbereitet wird, habe Salzburg „sehr gute Verbündete“.

Neben dem österreichischen Kandidaten sind noch das südkoreanische Pyeongchang und das russische Sotschi im Rennen um die Winterspiele in sieben Jahren. Vom Ausgang der IOC-Abstimmung im Juli hängt auch ab, ob sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit München um die Winterspiele 2018 bewerben wird. Beim Erfolg eines europäischen Kandidaten in Guatemala-Stadt wäre eine München-Bewerbung vier Jahre später praktisch ohne Chance.

„Weil ich verrückt bin“

Radmann war an die Spitze des Salzburger Bewerbungskomitees berufen worden, nachdem im März vergangenen Jahres Vorgänger Toni Schutti abgetreten war. Er beherrscht alle Kniffe der Sportdiplomatie und kennt auch die Stolpersteine. Auf die Frage, warum er die Herausforderung angenommen hat, antwortete er ohne zu überlegen: „Weil ich verrückt bin. Statt runterzukommen nach der WM, habe ich weiter Vollgas gegeben. Meine Ärzte warnen mich schon.“

Der Bayer hatte erhebliche Anteil daran, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Zuschlag zur Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2006 erhalten hatte. Er gehörte dem WM- Organisationskomitee zunächst als Vizepräsident und später als Kulturberater an.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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