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Vorwurf des Staats-Dopings : Russische Ermittler wollen Wada-Führung vernehmen

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Brachte die Ergebnisse des russischen Doping-Systems auf Papier: Sonderermittler Ricard McLaren. Bild: Reuters

Der McLaren-Report führt zum Teilausschluss Russlands von Olympia – und zum Komplett-Aus bei den Paralympics. Nach den Vorwürfen von Staats-Doping drehen die russische Ermittler den Spieß nun um.

          Nach den Vorwürfen von Staats-Doping drehen russische Ermittler den Spieß um und wollen die Führung der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada zur Vernehmung vorladen. Die Berichte der Wada hätten weder Doping russischer Sportler noch die Verwicklung staatlicher Stellen belegt. Das sagte der Sprecher des Staatlichen Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, am Dienstag in Moskau der Agentur Tass zufolge.

          Deshalb sei es nötig, Wada-Präsident Craig Reedie und den Sonderermittler Ricard McLaren zu vernehmen. „Dazu werden die zuständigen Behörden der entsprechenden Länder um Rechtshilfe ersucht“, sagte Markin. McLaren hatte in einem Bericht Belege für staatlich gestütztes Doping in Russland gesammelt. Dies kostete die Sportnation einen Teilausschluss von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und den Totalausschluss von den Paralympics.

          Der Bericht berief sich auch auf den früheren Leiter der russischen Anti-Doping-Behörde Rusada, Grigori Rodschenkow, als Kronzeugen. Rodschenkow sei nur der Wada unterstellt gewesen, sagte Markin dazu. „Deshalb haben die Ermittler Anlass zu vermuten, dass der Befehl zur Zerstörung von Dopingproben nur von jemanden aus der Führung der Wada gekommen sein kann.“

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