Italiens Ministerrat hat entschieden, dass die nationale Regierung nicht die notwendigen finanziellen Garantien für eine Olympiakandidatur der Hauptstadt Rom für das Jahr 2020 geben wird. Die vom Bürgermeister Gianni Alemanno und vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens (NOK) angestrebte Kandidatur ist damit schon vor dem Start gescheitert.
An diesem Mittwoch müssen die offiziellen Bewerbungen beim Internationalen Olympischen Komitee in Lausanne eingehen. Italiens Ministerpräsident Mario Monti kommentierte die Entscheidung mit den Worten: „Wir sind zu der einhelligen Meinung gekommen, dass es nicht verantwortlich wäre, in der gegenwärtigen Lage Italiens eine Garantie abzugeben.“
Die Bewerbung habe viele interessante Aspekte gehabt, zudem wolle die Regierung nicht nur sparen, sondern auch Wachstum in den Vordergrund stellen. „Italien kann und muss sich anspruchsvolle Ziele setzen“, sagte Monti, „doch in diesem Moment wäre es nicht konsequent, eine derartige Garantie abzugeben und Gelder der Steuerzahler zu riskieren.“
Monti schlug vor, Rom solle sich nach einer Erholung der italienischen Wirtschaft um die Spiele 2024 bewerben. Bewerbungs-Präsident Mario Pescante, Bürgermeister Alemanno und Gianni Petrucci, Vorsitzender des NOK, sowie Politiker, Sportler und Künstler hatten in den vergangenen Wochen intensiv versucht, Monti für eine Zustimmung zu gewinnen.
Mit dem Rückzug von Rom reduziert sich der Kreis der Kandidaten auf Doha, Tokio, die ihre Bewerbung bereits einreichten, sowie Baku und Istanbul. Auch Madrid hat den Finger gehoben. Allerdings sind die finanziellen Sorgen in Spanien nicht geringer als in Italien.
Wir brauchen keine Olympiabewerbung jetzt
Antonio Sinigaglia (Landenwander)
- 15.02.2012, 14:25 Uhr
Olimpiadi a Roma
Luigi Bontempi (lubont)
- 15.02.2012, 09:05 Uhr
Neon zu Olympia in Roma
Armin Pfeifer (rmnpff)
- 14.02.2012, 21:09 Uhr