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Olympia 2016 Chicago, Madrid, Tokio und Rio im Finale

04.06.2008 ·  Beim Kampf um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2016 gehen Chicago, Madrid, Tokio und Rio de Janeiro in die Finalrunde. Prag, Doha und Baku/Aserbaidschan wurden aussortiert.

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Aus dem Siebenkampf um die Vergabe der Olympischen Spiele 2016 ist ein Vierkampf geworden: Chicago, Madrid, Tokio und Rio de Janeiro wurden von der IOC-Exekutive am Mittwoch in Athen als Bewerber in die Finalrunde geschickt, Doha, Prag und Baku/Aserbaidschan dagegen aussortiert.

Am 2. Oktober 2009 wird die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kopenhagen den Sieger dieses Bewerbungsmarathons verkünden. Knapp zwei Monate vor der Eröffnungsfeier in Peking war die Erleichterung der vier erfolgreichen Kandidaten-Städte zu spüren.

Kampf der Kontinente

„Die erste Hürde ist übersprungen. Von heute bis Oktober 2009 ist es ein Sprint“, sagte Chicagos Bewerbungschef Patrick Ryan, der die Sommerspiele erstmals seit Atlanta 1996 wieder in die Staaten holen will, „Chicago ist ein sehr gutes Produkt.“ Die Drei-Millionen-Stadt im Bundesstaat Illinois, mit dem mächtigen TV-Giganten NBC im Rücken, gilt als Favorit im Ringen der Kontinente Amerika, Europa und Asien.

Madrid versucht es nach dem dritten Platz bei der Abstimmung für die Spiele 2012 noch einmal. Rio, Ausrichter der Panamerikanischen Spiele 2007, wäre der erste südamerikanische Gastgeber, und Tokio hofft auf die zweite Olympia-Zusage nach dem Sommer-Spektakel 1964. Alle Städte werden im Frühjahr 2009 noch einmal von der IOC- Evaluierungs-Kommission besucht. Der Abschlussbericht der Experten soll den IOC-Mitgliedern als Vorlage für die finale Abstimmung dienen.

Doha scheiterte schon am Datum

Die Bemühungen Dohas, die Spiele erstmals in ein Öl-Emirat zu bringen, scheiterten bereits am geplanten Datum. Wegen der Sommerhitze wollten die ambitionierten Katarer die Spiele erst im Oktober abhalten. Das IOC bevorzugt aber Juli und August als Austragungsmonate. Beim Streichkandidaten Baku wurde die mäßige Infrastruktur bemängelt, Prag fehlten finanzielle Garantien der Regierung und moralische Unterstützung der Bevölkerung.

Die technische Vorauswahl in der griechischen Hauptstadt wurde unterdessen auch in München mit großem Interesse beobachtet. Die Isar-Metropole als Kandidat für die Winterspiele 2018 präsentierte in Athen den Olympia-Park auf einem Messestand. „Es freut mich, dass Madrid dabei ist. Das ist ein Zeichen, dass Qualität eine Rolle spielt“, analysierte Münchens Olympia-Beauftragter Wilfried Spronk, „dass Qualität eine Rolle spielt, spornt uns an. Wir sind gewohnt, Qualität abzuliefern.“

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