Home
http://www.faz.net/-gu9-t29x
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Neue Fakten im Schuhstreit Lehmann trainiert in Nike

 ·  Jens Lehmann hat im Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft die Schuhe seines persönlichen Ausrüsters Nike getragen und damit im Streit um freie Schuhwahl neue Fakten geschaffen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Jens Lehmann hat im Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft die Schuhe seines persönlichen Ausrüsters Nike getragen und damit im Streit um freie Schuhwahl vor dem ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Irland neue Fakten geschaffen.

Manager Oliver Bierhoff hatte Lehmann zwar darauf hingewiesen, daß der Torhüter noch mit den Schuhen des offiziellen DFB-Partners adidas auflaufen müsse. Doch der Profi des FC Arsenal lehnte dies mit Hinweis auf gesundheitliche Probleme ab. „Er hat schon seit 14 Tagen Fersen-Probleme. Da war er nicht bereit, das Risiko einzugehen, mit adidas-Schuhen zu trainieren“, sagte Bierhoff am Mittwoch.

„Eine schnelle Lösung ist nötig“

Während sich WM-Torschützenkönig Miroslav Klose und weitere Spieler vor dem angekündigten klärenden Spitzengespräch zwischen dem Mannschaftsrat und der DFB-Spitze noch an die Weisung halten, bis zu einer Entscheidung die Schuhe des Ausrüsters zu tragen, erhöhte Lehmann den Druck auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB). „Ich hoffe und denke, daß dies keine Auswirkungen auf die Gespräche haben wird, die in den nächsten Tagen stattfinden werden. Eine schnelle Lösung ist nötig, weil sonst auch der Trainer immer wieder in komplizierte Situationen gerät“, erklärte Bierhoff mit Blick auf Bundestrainer Joachim Löw.

Vor dem jüngsten Länderspiel gegen Schweden (3:0) hatten die Spieler sogar einen Boykott nicht ausgeschlossen, falls die freie Schuhwahl im deutschen Team nicht durchgesetzt werde.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Nur eine Parkposition?

Von Peter Heß

Robin Dutt hat Lob und Anerkennung für seine Arbeit als Sportdirektor beim DFB bekommen. Doch nach nur neun Monaten zieht es ihn wieder in die Bundesliga. Das stellt den Verband vor ein Problem. Mehr