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Nach Bin Hammams Ausschluss Fifa plant weitere Untersuchungen gegen Funktionäre

Joachim Eckert ist ein profilierter Aufklärer im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Der Vorsitzende der Fifa-Ethikkommission geht davon aus, dass die Korruption im Weltfußballverband „nicht nur zwei oder drei Namen“ betrifft.

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Nach dem lebenslangen Ausschluss des Qatarers Mohamed Bin Hammam strebt die neue Ethikkommission des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) offenbar gleich weitere Untersuchungen gegen einzelne Fußballfunktionäre an - wegen des Verdachts der Korruption. „Es geht da nicht nur um zwei oder drei Namen. In diesem Gesamtumfeld sehen wir mehr Verfahren. Wir wollen damit klarmachen, dass die Ethikkommission bereit ist zu entscheiden, damit hoffentlich irgendwann weniger Korruptionsvorwürfe gegen die Fifa erhoben werden“, sagte Joachim Eckert der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Münchner Richter und profilierte Aufklärer im Kampf gegen die organisierte Kriminalität ist seit einigen Monaten Spruchkammervorsitzender der Fifa-Ethikkommission.

Michael Ashelm Folgen:  

Eckerts Gremium traf die Entscheidung gegen Bin Hammam am Montag auf Basis des Untersuchungsberichts des neuen Fifa-Aufklärers Michael García, eines ehemaligen Staatsanwalt aus den Vereinigten Staaten. „Die Beweislage war so, dass ich im Januar gegen ihn verhandelt hätte“, sagte Eckert. Der Qaterer, der im Wahlkampf gegen den Fifa-Präsidenten Joseph Blatter im Mai 2011 Funktionäre aus der Karibik bestochen haben soll, hatte zuvor nach fristgerechter Kenntnisnahme der Beschuldigungen gegen ihn noch schnell alle seine Positionen im Fußball niedergelegt - wohl in der Hoffnung, um den öffentlichen Strafspruch herumzukommen. Ein vorzeitiger Rücktritt soll Beschuldigte in Zukunft nicht mehr vor einem Urteilsspruch schützen.

Beim Internationalen Olympischen Komitee war das brasilianische Mitglied Joao Havelange so einem Ausschluss entgangen. Gegen welche weiteren Fifa-Offiziellen Untersuchungen aufgenommen werden, darüber wollte Eckert keine Angaben machen. Der Fifa-Ehrenpräsident Havelange als Empfänger von Bestechungsgeld könnte dazu gehören. Genug Verdachtsmomente gibt es weiterhin auch bei aktuellen Mitgliedern des Fifa-Vorstands.

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Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 18.12.2012, 17:30 Uhr

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