Wenn sich ein ehemaliger Politiker von einem Unternehmen in Dienst nehmen lässt, wundert sich kaum jemand. „Die Politiker“ sind ja angeblich so. Sportler sind da ganz anders. Die stehen nicht nur während ihrer Karriere für das Gute schlechthin.
Allerdings sagen böse Menschen zum Beispiel Fußballern gerne nach, ihr Denkvermögen ende (spätestens) am Spielfeldrand. Soll man sich also wundern, dass Franz Beckenbauer sich jetzt als „Sportbotschafter“ bei Gasprom verdingt hat?
Andererseits gibt es auch im wirklichen Leben Menschen, die Gasprom für ein ganz normales Unternehmen halten. Und Beckenbauer war doch irgendwie immer etwas Besonderes. Oder etwa doch nicht? Nun, der „Kaiser“ ist immerhin schon im Rentenalter. Und da darf man wissen, dass in Russland das System Putin auch auf Unternehmen wie Gasprom ruht. Und was das System Putin mit Land und Leuten Tag für Tag anstellt, das darf man auch wissen.
Man muss es allerdings auch ein bisschen wollen. Es wäre also ein Akt wahrer - geradezu majestätischer - Größe, wenn Beckenbauer sich dieses Engagement noch einmal überlegte. Oder braucht er am Ende gar das Geld? Ein wahrhaft absurder Gedanke - hoffentlich.
Bevor wir jetzt hier den
stefan maier (sxyxs)
- 02.06.2012, 14:05 Uhr
Ich fürchte, er braucht das Geld
Renate Simon (-simon-)
- 02.06.2012, 13:20 Uhr