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Kommentar Das ist nicht mein Bier

 ·  Die Fifa streitet sich mit Brasilien über den Bierverkauf bei der nächsten Fußball-WM. Dabei gibt es nur ein Problem: Alkohol und Sport passen nicht zueinander.

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© AP Der „Bierstreit“ beschäftigt die Fifa

Um es kurz zu machen: Alkohol und Sport verbieten sich. Selbst kleinste Mengen beeinträchtigen die sportliche Leistungsfähigkeit erheblich, wie wissenschaftliche Studien belegen. Die enthemmende, aggressionssteigernde Wirkung von Alkohol unter Fans ist ebenso bekannt. Auch die Champagner-Orgien bei manchen Siegerehrungen darf man kritisch sehen, schon aus pädagogischen Gründen - junge Sportler sollen ja nicht verführt werden, das „Feierbier“ und anderes als selbstverständliche Zutat zu einem gelungenen Wettkampf anzusehen.

In dieser Woche ist viel berichtet worden von einem „Bierstreit“ zwischen dem Fußball-Weltverband (Fifa) und den brasilianischen Gastgebern der nächsten WM 2014. Generalsekretär Jérôme Valcke stellte harsch klar, die Fifa erwarte umgehend die Verabschiedung des WM-Rahmengesetzes, in dem - unter anderem - der Alkoholverkauf in Stadien genehmigt werden soll.

„Alkohol ist teil der Fifa-WM“

Dieser Gesetzespassus ist unter Brasiliens Politikern umstritten. Die Agenturen zitierten den Promille-Vorkämpfer Valcke so: „Der Alkohol ist Teil der Fifa-WM. Darüber verhandeln wir nicht. Das Gesetz muss eine Bestimmung enthalten, wonach wir das Recht haben, Bier zu verkaufen, keine Caipirinha, sondern nur Bier.“ Kein Wunder: Zu den wichtigsten WM-Sponsoren gehört auch eine große amerikanische Brauerei.

Bei einem Russland-Besuch, wo 2018 die WM ausgetragen wird, sprach sich auch Fifa-Präsident Joseph Blatter grundsätzlich für den Verkauf von alkoholhaltigem Bier bei Fußballspielen in Stadien aus. „Bier ist sehr populär bei Fußballfans. Fans verlangen nach Bier“, sagte Blatter laut der Agentur Interfax in St. Petersburg. Und der russische Regierungschef Wladimir Putin soll bei dem Treffen erwidert haben: „Das ist richtig: Trink drei Liter Bier, und du bist sofort entspannt.“ Nach solchen Altmännersprüchen sieht man die Vorbildrolle von Sport und Politik doch gleich mit ganz anderen Augen.

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