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Keine Ski-WM Enttäuschung in Oberstdorf

 ·  Die Bewerbung der Allgäuer Marktgemeinde um die nordische Ski-WM 2017 scheitert: Oberstdorf unterliegt bei der Vergabe den Finnen aus Lahti.

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© dpa Leer ausgegangen: Oberstdorf

Oberstdorf muss weiter auf eine dritte nordische Ski-Weltmeisterschaft nach 1987 und 2005 warten. Der Deutsche Skiverband (DSV) und die Marktgemeinde gingen am Donnerstag bei der Abstimmung des Rats des Internationalen Skiverbands (Fis) über den Ausrichter der Titelkämpfe 2017 im südkoreanischen Ort Kangwon-Land abermals leer aus. Den Vierkampf zwischen den Allgäuern, Planica (Slowenien), Zakopane (Polen) und Lahti gewannen die Finnen. Sie setzten sich im entscheidenden Wahlgang mit 12 Stimmen gegen Planica durch. Oberstdorf war im zweiten Wahlgang mit drei der 15 möglichen Stimmen ausgeschieden.

Die alpine Weltmeisterschaft 2017 richtet der Schweizer Ort St.Moritz aus. Der schärfste Konkurrent Cortina d’Ampezzo (Italien) hatte kurzfristig wegen Chancenlosigkeit zurückgezogen. Die Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 findet turnusgemäß am Kulm in Bad Mitterndorf in Österreich statt, die kombinierte Freestyle und Snowboard-WM 2017 wird in der Sierra Nevada in Spanien ausgerichtet.

Erst Falun, dann Lahti

„In der Fis besteht sicherlich keinerlei Zweifel, dass Oberstdorf alle Voraussetzungen mitbringt, um herausragende Weltmeisterschaften zu organisieren“, sagte DSV-Präsident Alfons Hörmann enttäuscht. „Oberstdorf und der DSV haben sich nach einhelliger Meinung bestmöglich präsentiert. Letztlich müssen wir aber ganz einfach akzeptieren, dass bei einer WM-Vergabe viele sportpolitische und sportstrategische Gründe eine Rolle spielen“, sagte Hörmann, der sich am Freitag zur Wiederwahl für das Fis-Council stellt.

Oberstdorf war nach der Präsentation am Dienstagnachmittag noch optimistisch gewesen. Selbst Fis-Präsident Gian-Franco Kasper hatte den Deutschen zu einer „wirklich sehr guten und beeindruckenden Vorstellung“ gratuliert. Zumal die Voraussetzungen ebenfalls für die Marktgemeinde sprachen. Planica bewarb sich zum ersten Mal, Zakopane hatte in der jüngeren Vergangenheit lediglich mit dem Skisprungweltcup geglänzt, die anderen Disziplinen jedoch links liegenlassen und sogar eine Junioren-WM zurückgegeben. Gegen Lahti schien zu sprechen, dass 2015 in Falun bereits eine nordeuropäische Stadt die WM ausrichtet.

Doch es kam wieder einmal anders. „Uns war klar, dass die Bewerbung auch diesmal kein Selbstläufer werden würde. Aber nach der gelungenen Präsentation und dem positiven Feedback hatten wir uns schon erhofft, diesmal den Zuschlag zu bekommen“, sagte Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies.

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