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Gewichtheber-Chef : Aján stemmt Wiederwahl

Am Ende seiner neuen Amtszeit, im Jahr 2021, wird Aján mehr als 50 Jahre lang eine IWF-Führungsposition innegehabt haben. Bild: Picture-Alliance

Einer der klassischen Alleinherrscher, Tamás Aján, kann weiterregieren. Beim Kongress des Internationalen Gewichtheber-Verbandes konnte der Dauerpräsident seine fünfte Amtszeit antreten – und will die 50 Jahre vollmachen.

          Der Ungar Tamás Aján, einer der klassischen Alleinherrscher des Weltsports, kann weiterregieren. Beim Kongress des Internationalen Gewichtheber-Verbandes IWF in Bangkok konnte der 78 Jahre alte Dauerpräsident einen massiven Angriff seiner Kritiker deutlich parieren: Mit 86:61 Stimmen übertraf er seinen Gegenspieler Antonio Urso aus Italien.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Aján tritt seine fünfte Amtszeit an. Seit 1970 ist er an entscheidender Stelle für die IWF aktiv, erst in der Exekutive, seit 1976 als Generalsekretär und seit 2000 als Präsident. Am Ende seiner neuen Amtszeit, im Jahr 2021, wird er mehr als 50 Jahre lang eine IWF-Führungsposition innegehabt haben. Sechs Gegenspieler hatten versucht, Ajáns Epoche zu beenden.

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          Kurz vor der Wahl zogen sich fünf Kandidaten zurück, Urso, der auch vom deutschen Verbandspräsidenten Christian Baumgartner unterstützt wird, hoffte, den Schritt zu schaffen, doch die Verpflichtungen der Wähler gegenüber dem exzellent vernetzten Aján erwiesen sich als stärker.

          Aján hat seinen Sport bis an den Rand des Scheiterns getrieben. Seine Unfähigkeit, das Dopingproblem ernsthaft zu bekämpfen, führte zu einem niederschmetternden Resultat: Die Hälfte der 98 positiven Nachtests der Olympischen Spiele 2008 und 2012 stammen von Gewichthebern. Die Diskussion über die Zukunft des Sports steht auf der Agenda der nächsten Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees im September. Aus Altersgründen ist Aján nur noch Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), gehört aber immer noch dem Stiftungsrat der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) an.

          Quelle: F.A.Z.

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