05.10.2007 · Der ehemalige Manager des Handball-Bundesligaklubs SC Magdeburg, Bernd-Uwe Hildebrandt, bleibt Leiter des Olympiastützpunktes Magdeburg. Das Arbeitsgericht urteilte zugunsten des 49-Jährigen, der seine Kündigung angefochten hatte.
Der ehemalige Manager des Handball-Bundesligaklubs SC Magdeburg, Bernd-Uwe Hildebrandt, bleibt Leiter des Olympiastützpunktes (OSP) Magdeburg. Das Arbeitsgericht in Magdeburg urteilte am Freitag zugunsten des Neunundvierzigjährigen, der die im März ausgesprochene Kündigung durch den Trägerverein des OSP aus formellen Gründen angefochten hatte. Damit besteht das Arbeitsverhältnis fort.
Hildebrandt war am 27. März als OSP-Leiter fristlos entlassen worden, weil gegen ihn Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und des Betrugs eingeleitet worden waren. Der OSP kündigte an, gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Berufung einzulegen. Der Prozess würde dann vor dem Landesarbeitsgericht neu verhandelt.
Busch: „Man hat ihn schalten und walten lassen“
Richter Wolfgang Busch ging in seiner knappen Urteilsbegründung vor allem auf die Kündigungsgründe ein. Die vom OSP angegebene Manipulation Hildebrandts an seinem Arbeitsvertrag als Manager des Handballvereins sei zwar ein gravierender Verstoß, beruhe aber auch auf Nachlässigkeiten des OSP.
Der Sport-Manager hatte vor Gericht teilweise zugegeben, Passagen in dem Vertrag hinzugefügt, gestrichen und geschönt zu haben. „Man hat Herrn Hildebrandt schalten und walten lassen“, sagte Busch. Auch die Häufung unterschiedlicher Ämter sei kein Kündigungsgrund. „Die vielen Tätigkeiten waren bekannt und wurden über einen langen Zeitraum befürwortet“, sagte Busch. Hildebrandt war nicht zur Urteilsverkündung erschienen.