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Fußball-Krawalle Sicherheitspaket für Bezirksliga

20.02.2007 ·  Wegen der Fußball-Krawalle von Leipzig sucht die Polizei mit neuen Fahndungsfotos nach weiteren Verdächtigen. Beim Bezirksligaspiel von Lok Leipzig gegen den SSV Stötteritz soll zum ersten Mal das neue Sicherheitskonzept umgesetzt werden.

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Nach den schweren Fußball-Krawallen in Leipzig fahndet die Polizei nach weiteren 14 Verdächtigen. Dazu hat sie am Dienstag erneut Fahndungsfotos herausgegeben. Er erhoffe sich Aufschluss über die Identität der Tatverdächtigen, sagte Kripochef Uwe Matthias. Gegen zwölf Verdächtige werde bereits wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt, sagte Staatsanwalt Ricardo Schulz. Bislang seien 42 konkrete Hinweise bei der Polizei zu möglichen Beteiligten an den Ausschreitungen vom 10. Februar beim Fußballspiel 1. FC Lok Leipzig gegen Aue II eingegangen.

Bei der Straßenschlacht zwischen Polizei und Hooligans waren 39 Beamte verletzt worden. 300 Polizisten standen 800 Randalierern gegenüber, von denen sich laut Polizei etwa 300 aktiv an den Ausschreitungen beteiligten. Von den zwölf namentlich bereits bekannten Verdächtigen, gegen die bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden, hatten sich drei laut Matthias selbst gestellt, nachdem ihre Fahndungsfotos veröffentlicht worden waren. Alle zwölf seien nicht in der Gewaltdatei Fußball registriert. Bisher ist noch nicht klar, ob auch Randalierer aus anderen Bundesländern angereist waren. Die bisher ermittelten Verdächtigen stammen aus dem Raum Leipzig. Überprüfungen gibt es derzeit laut Matthias auch in Greifswald.

Überprüfung des Ordnungsdienst-Konzeptes

Unterdessen wird beim Bezirksligaspiel des 1. FC Lok Leipzig gegen den SSV Stötteritz an diesem Samstag erstmals ein Katalog von Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Er sei gemeinsam mit dem Verein und in Absprache mit dem sächsischen Landesverband beschlossen worden. Der Maßnahmenkatalog sieht unter anderem Alkoholkontrollen und eine Überprüfung des Ordnungsdienst-Konzeptes vor. In einer ersten Reaktion auf die Ausschreitung waren am vergangenen Wochenende in einer bislang einmaligen Aktion sachsenweit 60 Fußballspiele abgesagt worden.

Lok Leipzig und die Polizei gemeinsam gegen Hooligans

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