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Veröffentlicht: 30.05.2013, 18:07 Uhr

Förderung des Bundes Debatte um Sportministerium

Die Idee aus einem inneren Kreis von Spitzenfunktionären, dass die Sportförderung des Bundes künftig nicht dem Innenminister, sondern einem Staatsminister im Kanzleramt übertragen werden soll, findet nicht überall reflexhafte Abwehr.

von , Berlin
© dpa Der CDU-Abgeordnete und früherer Turn-Weltmeister Eberhard Gienger erweist sich als konservativ

Wenn der Sport die Regierung umbilde, kriegte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper in Berlin zu hören, bitte sehr: Die Politik habe auch ein paar Ideen, wie der Deutsche Olympische Sportbund umzubauen sei. Doch die Idee aus einem inneren Kreis von Spitzenfunktionären, dass die Sportförderung des Bundes künftig nicht dem Innenminister, sondern einem Staatsminister im Kanzleramt übertragen werden solle, fand nicht überall reflexhafte Abwehr.

Michael Reinsch Folgen:

„Charming“ nennt die sportpolitische Sprecherin der Grünen, Viola von Cramon, die Vorstellung. So könne man zu Transparenz und zur Bündelung von Zuständigkeiten kommen, die auf sieben bis acht Ministerien verteilt ist. Von der Vorstellung, mit der neuen Stelle auch eine Aufstockung der Förderung zu erreichen, solle sich der Sport aber verabschieden.

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Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD nutzt die Diskussion für Wahlkampfrhetorik. „Der Wunsch nach einem eigenen Sportministerium ist verständlich, da Innenminister Friedrich als Sportminister ein Totalausfall ist“, sagte er. „Wir brauchen einen neuen Innenminister, der sich um den Sport tatkräftig kümmert und dem Sport wieder eine herausragende Geltung verschafft. Wir wollen die Rahmenbedingungen für den Sport verbessern und den Sport im Grundgesetz verankern.“

Der CDU-Abgeordnete und früherer Turn-Weltmeister Eberhard Gienger erweist sich auch in dieser Frage als konservativ. Er wolle, dass der Sport einem starken Minister zugeordnet sei, sagt er. Deshalb solle der Sport beim Innenminister bleiben. Norbert Barthle, haushaltspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, hält die Forderung dagegen für legitim. Sie sei allerdings nicht schon in der nächsten Legislaturperiode realisierbar.

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