Home
http://www.faz.net/-gu9-7555j
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Fifa Bin Hammams Fall abgeschlossen

Die Fifa bestätigt die lebenslange Sperre für Mohamed Bin Hammam wegen wiederholter Verstöße gegen den Ethikkodex. Dem Qatarer wird vorgeworfen, im Wahlkampf gegen Blatter Funktionäre bestochen zu haben.

© dapd Vergrößern Gegenspieler: Blatter (links) und Bin Hammam

Der Fall des unter Korruptionsverdacht stehenden Fußballfunktionärs Mohamed Bin Hammam ist ohne überraschende Wendung abgeschlossen worden. Nachdem Ende vergangener Woche Falschmeldungen über die angebliche Einstellung des Verfahrens gegen den Qatarer kursierten, hat am Montag nun der Internationale Fußball-Verband die lebenslange Sperre gegen Bin Hammam wegen wiederholter Verstöße gegen den Ethikkodex bestätigt. Damit war immer gerechnet worden. Es handelt sich um die erste Entscheidung der neu aufgebauten Fifa-Ethikkommission, an der Chefermittler Michael Garcia und der deutsche Richter Joachim Eckert, als Vorsitzender der Spruchkammer, beteiligt waren.

Michael Ashelm Folgen:  

Der ehemalige Herausforderer Joseph Blatters um den Präsidentenposten bei der Fifa hat dem Verband seinerseits mitgeteilt, dass er von allen seinen Positionen im Weltfußball, von denen er zuletzt sowieso schon vorübergehend enthoben worden war, zurücktritt. Dazu gehört auch sein Vorsitz bei der asiatischen Fußball-Konföderation.

Bin Hammam wurde vorgeworfen, im Wahlkampf gegen Blatter im Mai 2011 Funktionäre aus der Karibik bei einem Treffen mit jeweils 40.000 Dollar bestochen zu haben. Der Qatarer bestritt dies immer. In einer ersten Entscheidung hatte die Fifa Bin Hammam schon einmal lebenslang gesperrt. Nachdem der Internationale Sportgerichtshof diese Sperre aber aufhob, schloss ihn die Fifa erst für 90 dann noch mal 45 Tage aus. Bin Hammam sagte nun auch seine Teilnahme an einem Hearing des Europarates am Mittwoch in Paris ab, bei dem es um die vielen Korruptionsvorwürfe gegen die Fifa und den Reformprozess geht.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Fifa-Wahlkampf Figo will WM mit 48 Teams

Luis Figo hat kaum Chancen, Joseph Blatter als Präsidenten des Weltverbandes Fifa abzulösen. Der ehemalige portugiesische Superstar versucht nun, den Amtsinhaber rechts zu überholen. Mit einer Ausweitung der WM-Turniere will er bei kleinen Fußball-Nationen punkten. Mehr

19.02.2015, 15:22 Uhr | Sport
Fifa-Präsidentschaft Figo bewirbt sich als Kandidat

Der ehemalige portugiesische Nationalspieler Luis Figo hat im Wembley Stadion seine Bewerbung für das Amt von Joseph Blatter präsentiert. Mehr

20.02.2015, 16:41 Uhr | Sport
Streit unter DFB-Präsidenten Zwanziger lässt Niersbachs Vertrag von Fifa prüfen

Theo Zwanziger hat bei der Fifa eine Untersuchung gegen den DFB und Präsident Niersbach in Gang gesetzt. Der DFB bezeichnet die Äußerungen des früheren DFB-Präsidenten als lächerlich. Mehr

18.02.2015, 17:00 Uhr | Sport
Amsterdam Andrang auf Fifa-Chefposten

Gleich mehrere Bewerber möchten den 78-jährigen Sepp Blatter Ende Mai an der Spitze des Weltfußballverbandes Fifa ablösen. Die Bewerber für das Amt des Fifa-Präsidenten brauchen jeweils fünf Nominierungen von Fußballverbänden. Mehr

29.01.2015, 09:59 Uhr | Sport
Ski-Chef Gian-Franco Kasper Was hinter der Kritik an Fifa und Blatter steckt

Ski-Chef Gian-Franco Kasper attackiert immer wieder die Fifa und deren Präsident Joseph Blatter. Für die Stiche mit dem Skistock bekommt Kasper Applaus. Es steckt mehr dahinter als persönliche Abneigung unter Schweizern. Mehr Von Evi Simeoni

20.02.2015, 18:06 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.12.2012, 19:38 Uhr

Rote Karte für Astana

Von Rainer Seele

Der Internationale Radsportverband UCI schließt Astana aus der ersten Liga aus. Der Verlust eines Protagonisten wie Tour-Sieger Nibali könnte ein Gewinn sein. Zu verdanken haben es die Kasachen ihrem Vorradler Winokourow. Mehr