http://www.faz.net/-gtl-932iz

Sportler-Politik : Skispringer im Parlament

  • Aktualisiert am

Sprung zum Mond? Skispringer Jakub Janda ist selbst „überrascht, dass ich gewählt wurde.“ Bild: dpa

Sein Wahlerfolg kostet ihn die Olympia-Teilnahme: der tschechische Skispringer Jakub Janda hatte vor der Wahl gesagt, dass er seine Karriere beende, „wenn ich Abgeordneter werde.“

          Der frühere Vierschanzentournee-Sieger Jakub Janda und Eishockey-Olympiasieger Milan Hnilicka gehören künftig als Abgeordnete zum Parlament Tschechiens. Die beiden Spitzensportler erhielten bei den Wahlen am Freitag und Samstag entsprechend viele Stimmen.

          Der mit 39 Jahren immer noch aktive Janda, Tournee-Sieger und Weltcup-Gesamtsieger 2005/2006, zieht für die liberalkonservative Partei ODS in seinem Geburtskreis Mährisch-Schlesien rund um Ostrava (Ostrau), ins Parlament ein. „Ich bin überrascht, dass ich gewählt wurde. So muss ich vielleicht Olympia abhaken“, sagte Janda und ergänzte: „Ich habe vor der Wahl gesagt, dass ich meine Karriere beende, wenn ich Abgeordneter werde. Diese beiden Dinge kann man nicht miteinander verbinden und dabei jeweils 100 Prozent geben. Jetzt beginnt eine neue Ära für mich.“

          Hnilicka, Eishockey-Olympiasieger 1998 in Nagano und 121-facher NHL-Profi, kandidierte erfolgreich im Kreis Mittelböhmen für die populistische ANO-Bewegung des Milliardärs und Wahlsiegers Andrej Babis. „Ich bin sehr erfreut, auch über die Präferenzstimmen, die mich ins Parlament brachten“, sagte der dreimalige Weltmeister und jetzige General-Manager der tschechischen Nationalmannschaft. Als einer der ersten Gratulanten nach der Wahl telefonierte Pavel Nedved, Europas Fußballer des Jahres 2003 und jetziger Vizepräsident von Juventus Turin, mit Hnilicka.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Start der Groko-Abstimmung : Die neue Zuversicht der SPD

          Ganz Europa wartet auf die Entscheidung der SPD-Basis über eine weitere Koalition mit der Union. Trotz Widerstands aus den eigenen Reihen glaubt die Parteispitze fest an ein „Ja“ zur geplanten Regierung. Scharfe Worte kommen derweil aus der Union.
          Ein Marine besteigt mit dem „Football“ den Präsidentenhubschrauber.

          Besuch in China : Gerangel um Trumps Atomkoffer in Peking

          Beim Besuch in der Großen Halle in Peking wollte ein chinesischer Wachmann den amerikanischen Offizier mit den Nuklearcodes nicht einlassen. Deshalb machte er schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Secret Service.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.