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Trotz IOC-Entscheidung : Putin ist gegen Boykott der Olympischen Spiele

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Thomas Bach und Wladimir Putin während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi. Bild: dpa

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat sich gegen einen Boykott der Spiele im südkoreanischen Pyeongchang entschieden. Russische Athleten sollen nicht daran gehindert werden, unter neutraler Flagge teilzunehmen.

          Staatschef Wladimir Putin hat Russlands Sportlern einen Start bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang freigestellt. Das gab der Präsident am Mittwoch in Nischni Nowgorod bekannt, einen Tag nach der IOC-Entscheidung zum russischen Dopingskandal. „Wir werden zweifellos nicht diejenigen blockieren, die teilnehmen wollen“, sagte der Kremlchef der Agentur Tass zufolge.

          Er sorge sich sehr um die Leute, die von dem Ausschluss betroffen seien. Sie hätten ihre ganze Karriere darauf ausgerichtet, deshalb sei eine Teilnahme sehr wichtig. „Die meisten Anschuldigungen basieren auf Vorwürfen, die in keiner Weise bestätigt wurden und zumeist keine Grundlage haben“, sagte Putin. Diese kämen in erster Linie von Personen, deren moralische und ethische Prinzipien in Frage zu stellen seien.

          Die Führung des IOC hatte Russland nach dem Dopingskandal einstimmig als Mannschaft von den kommenden Olympischen Winterspielen ausgeschlossen. Nur einzelne unbelastete Sportler können zugelassen werden und müssen unter neutraler Flagge und ohne Hymne antreten. Das russische NOK ist erst einmal gesperrt.

          Putin fragte sich jedoch, warum die Athleten nicht unter der russischen Fahne starten dürften und die Staatssymbole wie die Flagge oder die russische Hymne verboten seien. „Wenn es niemals ein staatlich unterstütztes Dopingsystem gab, bleibt noch immer diese Frage“, sagte er.

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