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Wegen Doping-Vergangenheit Erik Zabel verzichtet auf Olympia

05.06.2007 ·  Erik Zabel nimmt wegen seiner Dopingvergangenheit vom Traum Abschied, seine Karriere bei Olympia in Peking zu beenden. Rolf Aldag wird seine „exponierte Rolle“ bei T-Mobile reduzieren. Diese Vereinbarungen wurden mit DOSB-Präsident Thomas Bach getroffen.

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Rolf Aldag und Erik Zabel wollen nach ihren Doping-Geständnissen ein weiteres Zeichen setzen. Der T-Mobile-Teamchef und der Milram-Sprinter werden künftig den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in seinem Kampf gegen Doping „aktiv unterstützen“ und kündigten auch „punktuelle“ finanzielle Beteiligung an Anti-Doping-Projekten an. Erik Zabel, der bisher an vier Olympischen Spielen teilnahm, verzichtet von sich aus auf seinen Start in Peking, „um die deutsche Olympiamannschaft nicht mit seiner Doping-Vergangenheit zu belasten“, hieß es am Dienstag in einer DOSB-Pressemitteilung.

Die Deutsche Telekom habe sich „auf Bitten des DOSB“ bereit erklärt, ihren in diesem Jahr gezahlten Betrag von 200.000 Euro, mit dem das Unternehmen bereits jetzt der größte private Förderer der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada ist, noch einmal „deutlich zu erhöhen“, um die Zahl und Qualität der Doping-Kontrollen zu verstärken.

Unterstützung für Ermittler

Aldag und Zabel hatten sich am vergangenen Sonntag mit DOSB-Präsident Thomas Bach und Generaldirektor Michael Vesper zu einem zweieinhalbstündigen Gespräch im Frankfurter Haus des Sports getroffen. Mit am Tisch saßen auch der Anti-Doping-Vertrauensmann des DOSB, der frühere Zehnkämpfer Frank Busemann, und Christian Frommert, Leiter des Bereichs Sponsoring-Kommunikation der Deutschen Telekom. Zabel war unmittelbar nach Ende der Bayern-Rundfahrt, bei der er zwei Etappen gewann, zum Gipfeltreffen von Fürth aus am Abend angereist.

Aldag und Zabel würden sowohl mit den vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) und der Universität Freiburg eingesetzten unabhängigen Untersuchungskommissionen als auch mit der gegen Jan Ullrich ermittelnden Staatsanwaltschaft Bonn kooperieren und ihr Wissen über Doping-Praktiken weitergeben, teilte der DOSB weiter mit. Beide wollen auch tatkräftig bei Präventions-Veranstaltungen mithelfen: Busemann will mit Zabel Eliteschulen des Sports und Olympiastützpunkte besuchen, „um junge Leistungssportler über die Gefahren des Dopings zu informieren und von der Einnahme verbotener Substanzen abzuhalten“.

„Nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“

Die beiden Geständigen wollen sich als Insider und ehemalige Praktiker mit den Kontrolleuren von der nationalen Anti-Doping- Agentur Nada und der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada zusammensetzen, um ihre Vorschläge für eine Verbesserung des Doping-Kontroll-Systems zu übermitteln. Bach und Vesper begrüßten, dass die Deutsche Telekom die Geständnisse mehrerer ehemaliger Fahrer des früheren Teams Telekom nicht zum Anlass genommen hat, aus der Förderung des Radsports auszusteigen. „Damit stellt die Telekom sich ihrer Verantwortung. Das ist der schwierigere, aber es ist der richtige Weg“, sagte Bach.

„Mit den zwischen uns verabredeten Maßnahmen machen Aldag und Zabel deutlich, dass sie die Schwere ihrer Taten erkennen und nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, erklärte Bach weiter. Vesper ergänzte: „Ich wünsche mir, dass das Beispiel Schule macht. Nur durch konsequenten, aktiven Kampf gegen Doping können sie ihre Glaubwürdigkeit zurück gewinnen. Dazu haben sie einen ersten wichtigen Schritt getan.“

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