Home
http://www.faz.net/-gua-6x420
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wachstumshormon HGH Pound kritisiert Footballspieler scharf

 ·  Knapp zwei Wochen vor dem Super-Bowl-Finale hat der frühere Chef der Welt-Antidoping-Agentur Pound den Spieler der NFL vorgeworfen, mit allen Mitteln Tests auf das Wachstumshormon HGH zu verhindern.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)
© REUTERS Reiche Spieler, allgegenwärtige Anwälte: NFL

Der ehemalige Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), Richard Pound, hat den amerikanischen Profisport erneut angegriffen und die aus seiner Sicht zu laschen Dopingkontrollen kritisiert. Pound attackierte diesmal die Spielergewerkschaft der nordamerikanischen Football-Liga NFL und warf ihr vor, die Einführung von Bluttests auf das Wachstumshormon HGH mit allen Mitteln zu blockieren.

Pound äußerte seine Kritik knapp zwei Wochen vor dem Super-Bowl-Endspiel am 5. Februar zwischen den New England Patriots und den New York Giants. Liga und Gewerkschaft hatten in ihrem neuen Tarifabkommen im vorigen August die Einführung von Bluttests auf HGH vereinbart. Die Gewerkschaft wolle dies mit der falschen Behauptung verzögern, die Tests seien nicht zuverlässig, schrieb Pound in einer auf der Wada-Homepage veröffentlichten Kolumne.

„Die Gewerkschaft hat sich an ihre allgegenwärtigen Anwälte gewandt, um so viel Sand, wie man für Geld bekommen kann, in das Getriebe eines effektiven Testprogramms zu streuen“, schrieb Pound. Die Tests seien 2004 von unabhängigen Wissenschaftlern bewertet worden. Jede Behauptung, sei seien unzuverlässig, sei falsch, unterstrich Pound.

„Wenn die NFL-Profis behaupten, dopingfrei zu sein, sollten sie bereit sein, das zu beweisen und aufhören, sich hinter faulen Ausreden zu verschanzen, dass gute Wissenschaft schlechte Wissenschaft ist“, fügte das Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hinzu.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Verpasste Chance

Von Uwe Marx

Ach hätte er doch! Uli Hoeneß sagte mal im Scherz, dass er die Borussia am Aktientiefpunkt hätte kaufen sollen. Mittlerweile dürfte er den Kaufverzicht bereuen. Mehr 1