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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Tour-Aufruhr Schleck beantragt Öffnung der B-Probe

 ·  Nachdem der Radprofi Fränk Schleck bei der Tour de France positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden ist, beantragt der Luxemburger die Öffnung der B-Probe. Auf der ersten Pyrenäenetappe beherrscht das Thema die Tour.

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Thomas Brentana

Strafen überdenken

Doping ist (leider) allgegenwärtig in Sportarten in denen Teilnehmer Millionensummen bekommen (nicht verdienen). Wann hätte man jemals von einem gedopten Tontaubenschützen oder einer gedopten Stabhochspringerin gehört (getestet werden diese wie alle anderen auch).
Leider ist die dafür vorgesehene Strafe von 2 Jahren Sperre nicht zielführend. Mein Vorschlag wäre: Keine Sperre, dafür aber die Rückzahlung sämtlicher erzielten Einnahmen der letzten x Jahre ab Zeitpunkt der Aufdeckung. Wer hätte denn wohl etwas davon wenn ein H. Armstrong endlich überführt würde und dann für die Sportjahre 2013 und 2014 gesperrt wird ? Die allermeisten Teilnehmer der TdF oder ähnlicher Sportarten dopen doch nicht des Ruhmes wegen, sondern wegen der dann auf sie wartenden lukrativen Neuverträge und Sponsorengelder.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 18:55 Uhr
Jan Matthias

Jeder Sportart seinen Dopingfall

Was die Sportschützen angeht, da gab es bei den letzten Olympischen Spielen mindestens einen Dopingfall, der öffentlich gemacht wurde. Bei dem eingenommenen Mittel handelte es sich selbstverständlich nicht um ein Präparat zur Steigerung der Muskel- oder der Schnellkraft, sondern um einen kleinen Helfer gegen das Zitterhändchen (nein, es war kein Alkohol ;-)).
Geld ist der eine kleine Teufel, der Drang zu Ruhm und übersteigertes Ego der andere. Ehrbare Sportsmänner im olympischen Sinne gibt es jedenfalls nur noch wenige.

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Ralf Kleemann

Unglaublich? Doping im Radsport? Das gab es noch nie!

Im Ernst: Wer glaubt noch an sauberen Radsport?
Jeder weitere Kommentar ist überflüssig.

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Matthias Stemme

Dopingkontrollen auch anderswo

Mich würden die Ergebnisse aus anderen Sportarten, vor allem im von vielen so hoch gelobten Fußball, interessieren würden sie mit dem gleichen Ehrgeiz geführt wie im Radsport.
Ich möchte wetten wir müßten uns auch rückwirkend von manchem Idol verabschieden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 20:21 Uhr
Dennis Sander

Oder 4.

Es gibt sogar noch mehr mögliche Erklärungen. Eine recht plausible ist die halbherzige Verfolgung der Einhaltung der Anti-Doping-Regeln in den anderen Sportarten.

Der Radsportler wird nachts aus dem Bett gerissen und muss seine Probe abgeben und wird dies auch ohne Beanstandungen tun, der Fußball-Spieler weigert sich, die Tennis-Spielerin grinst und sagt (in etwa) 'Sie können mich mal'.
Folgen hat nur der Radsportler zu fürchten.

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Jan Matthias

Ausschließen kann man nichts

Aber es gibt einen Grund, warum der Radsport so genau kontrolliert wird. Nämlich den, dass selbst bei LariFari-Kontrollen regelmäßig Treffer gelandet wurden.
Daraus können Sie jetzt dreierlei erklären (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
1. der Radsport war zu arm, um sich anständige/ nicht nachweisbare Präparate zu besorgen
2. der Radsport war zu dumm, um selbst die Halbtagskontrolleure zu überlisten
3. die Dopingdichte beim Radsport ist entscheidend höher

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Karl Schmidt
Karl Schmidt (Tiuz) - 18.07.2012 14:09 Uhr

Wer sucht, der findet

Es ist ein gutes Zeichen, dass der Profiradsport immer wieder mit solchen Schlagzeilen aufwartet, denn es zeigt, dass diese Sportart das Thema Doping nicht als vernachlässigbare Randerscheinung betrachtet.

Es bleibt zu hoffen, dass die Sponsoren diesen – im Vergleich zu anderen Sportarten viel aggressiveren - Kampf der UCI honorieren. Leider würdigen die Sportjournalisten die Vorbildfunktion des Radsports wenig: Es können noch so viele Fußballer plötzlich auf dem Spielfeld umkippen und versterben, Fragen werden nicht gestellt. Es können noch so viele im Radsport als Beteiligte am Doping überführte Ärzte herumlaufen, die sich unwidersprochen rühmen auch mit (großen) professionellen Fußballvereinen zusammenzuarbeiten, der Fußball bleibt unangetastet. Die Medien müssen sich fragen lassen, ob sie die Akzentuierung in der Berichterstattung richtig setzten und ihren Job machen. Dies gilt umso mehr als diese Blindheit letztlich stigmatisierend wirkt und alle Bemühungen der UCI untergräbt.

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Udo goldstein
Udo goldstein (goldi53) - 18.07.2012 12:18 Uhr

Tour de France gehört abgschafft

Solange sich immer noch Sponsoren in welcher Form auch immer finden, wird sich im Radsport nichts ändern. Das Problem sind nicht die Sportler, sondern die Sponsoren die die Rennställe unterstützen. Ohne Sponsoren kein Rennsport, so einfach ist das.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 12:52 Uhr
Nils Kuhs

Welche Logik steckt dahinter?

Warum sind denn bitte die Sponsoren schuld daran? Wenn schon, dann müssten man doch die Zuschauer in Frage stellen.
Weiterhin ist die generelle Forderung die TdF abzuschaffen ja ein Armutszeugnis sondergleichen. Man gibt den Kampf für einen sauberen Sport bzw. eine saubere TdF auf, weil trotz aller bisherigen Bemühungen weiterhin betrogen wird?
Und Ihrer Logik folgend, geht man dann jede andere Sportart auch so an? Überall wo es positive Fälle gibt und die Sportler trotz aller Bemühungen weiter dopen, wird dann die Sportart verboten?
PS: Klar ist die TdF nicht in Deutschland. Und ich kenne mich mit dem franz. Recht nicht aus. Aber zumindest in Deutschland wäre so ein Vorschlag rechtswidrig.
Viel sinnvoller wäre es, von staatlicher Seite aus, den Dopingkampf besser zu unterstützen. Viel mehr Geld für Dopingtest bzw. Verfahren und endlich ein Antidopinggesetz.

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gisbert heimes

In der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz

Wenn man den Blick mal etwas weiter hebt, werden Strukturmerkmale sichtbar. Die UCI kriegt ihren Laden nicht in den Griff. FIFA und UEFA auch nicht. Das IOC nicht. Ungezählte weitere internationale Sportverbände und -organisationen haben ihren Sitz - richtig, in der Schweiz. Jawohl, und der CAS auch.

Übrigens, die Steuerhinterziehung. Sie hat ihren 'Sitz' auch in der Schweiz. Zufall, alles.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.07.2012 14:09 Uhr
Reinhard Liesaus

Gegen Kohl, Schäuble und Lamsdorf ...

... ist Herr Blatter ein Waisenknabe. Was heisst eigentlich nur in der Schweiz fündig wird ? Hat man auch in anderen Ländern gesucht ? Gerne verzichtet die Schweiz auf die paar Milliarden deutschen Schwarzgelds, ehrlich gesagt, geht das der Schweizer Banklandschaft am A... vorbei. Der Zulauf aus Griechenland ist gerade enorm, auf diesen Umweg kommen dann die Steuereinahmen deutscher Steuerzahler auch wieder in die Schweiz. Danke fürs Retten !

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gisbert heimes

Ja klar, lieber Herr Liesaus, FIFA-Blatter ist ein ehrenwerter Schweizer

Und daß man bei 'Steuer-CDs' nur in der Schweiz fündig wird, ist sooo gemein. Na gut, in Liechtenstein auch.

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Reinhard Liesaus

In der Schweiz ...

... hat man zudem auch noch ein faires und transparentes Steuersystem, was sicherlich hilfreich ist wenn man für eine der genannten Institutionen einen geeigneten Standort sucht. Deutschland kommt da sicherlich nicht in Frage. Dort wird besteuert was das Zeug hält um die Mittel für mittellose Griechen zu bekommen. Juhu, wir retten Europa. Was muss man rauchen um in Deutschland noch Steuern zu zahlen ? Ganz anm Rande erwähnt, die Steuerhinterziehung ist eine deutsche Erfindung mit Sitz in Deutschland, hier in der Schweiz liegt höchstens das Geld.

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Jan Frisch

Schnee von gestern...

als wenn ein noch so trainierter Mensch fast jeden Tag 4 bis 6 Stunden permanent um die 300Watt Leistung aus seinem Körper rausholen könnte! Natürlich sind alle Tourteilnehmer gedopt, schließlich sind die Randsportarten nur Testfelder für die wirklich lukrativen Sportarten - was dort nachgewiesen werden kann, wird später im Fußball, Basketball, Football und überall dort, wo es nicht mehr um Millionen sondern Milliarden geht nicht eingesetzt. So einfach ist kommerzieller Sport.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.07.2012 14:49 Uhr
Jan Frisch

Ich habe selbst...

Leistungssport betrieben (Basketball und Zehnkampf), von daher glaube ich sehr wohl "einen Schimmer" davon zu haben, was ein menschlicher Körper ohne Doping zu leisten in der Lage ist. Ihre ad hominis sind von daher kein Argument, sondern nicht mehr als ein Angriff auf meine Person.

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 18.07.2012 21:55 Uhr

@ Jan Frisch: So einfach?

Herr Frisch, ist Ihr Bild vom kommerziellen Sport nicht doch etwas ZU einfach gemalt?
Sie glauben also daran, dass sich Radprofis über ein ganzes Jahrzehnt durch ständiges Doping in der Weltklasse halten können, ohne schwere sichtbare gesundheitliche Schäden aufzuweisen!?
Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass erstens das Radrennfahrerherz das größte und leistungsfähigste Herz aller Sportler ist und dass zweitens der Gewinn an Leistung durch Doping im geringen einstelligen Prozentbereich liegt. Mit anderen Worten: Gut trainierte Radrennfahrer schaffen die Rennstrecken und Bergetappen auch ohne Doping.

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Jan Frisch

Warum...

hat dann jeder Profiradsportler einen Allergiepass von der Länge eines Telefonbuches? Warum wird immer wieder kolportiert, dass die Radrennfahrer sich nächtens alle auf dem Hotelflur treffen, weil keiner von ihnen schlafen kann, weil sie sich ständig in Bewegung halten müssen?
Recht geben muss ich Ihnen natürlich, dass ich dies als Meinung hätte kenntlich machen müssen - aber angesichts derart offensichtlicher Fakten fällt das manchmal einfach schwer.

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Nils Kuhs

Formulieren Sie bitte Ihre Meinung ein wenig sauberer

Zwischen Tatsachen und Meinung besteht ein Unterschied. Sie können natürlich der Meinung sein, alle TdF Teilnehmer sind gedopt, aber stellen Sie dies nicht als Tatsache da. Weil Sie es erstmals überhaupt nicht wissen und es für Sie sogar rechtlich Folgen haben könnte (z.B. eine Unterlassungserklärung). Ich rate Ihnen deshalb, ein wenig vorsichtiger zu argumentieren.
Weiterhin zu der Leistung und der TdF. Fakt ist, Doping bringt im Spitzensport eine Leistungssteigerung von ca. 2-5 Prozent. D.h. (Fiktion) das jetzige Feld sei komplett gedopt, würde diese Fahrer es auch ungedopt jederzeit schaffen und keinem würde was auffallen.
Und das mit den "Testfelder" ist doch ein Witz oder? Das ist doch eine Verschwörung die Sie sich zu 100% ausgedacht haben! Das ist so abwegig und entbehrt wirklich jeder Grundlage. Haben Sie dazu auch nur den geringsten Beweis o.ä.?

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Bernd Hoffmann

Kampf gegen Windmühlen

Im Spitzensport sowie dessen Abbild in den Medien wechseln ständig Unsummen Geldes ihren Besitzer, da ist die Verführung groß. Ich denke, dass das Problem unlösbar ist, solange man sich nicht international auf eine einheitliche juristische Bewertung sowie ein einheitliches System zur Verfolgung und vor allem Bestrafung einigen kann, was v. a. die "Hintermänner" einschließt. Letzteres ist sicher leichter gesagt als getan, daher sollten die Folgen für die Ertappten so schmerzlich sein, dass die aktive Beteiligung an dieser Fom des Betrugs für Sportler, Ärzte und Sonstige unattraktiv wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 12:02 Uhr
Nils Kuhs

So wird dies nie kommen.

"nicht international auf eine einheitliche juristische Bewertung sowie ein einheitliches System zur Verfolgung und vor allem Bestrafung einigen kann"... Sie meinen ja nicht das Sportrecht. Weil da gilt dies ja. Aber ansonsten wird es so was nie geben. Weil es so eine Regelung ja für kein einziges Vergehen überhaupt gibt. Oder kennen Sie irgendeines?
Anderseits würde ja schon ein nationales AntiDopinggesetz viel bewirken. Weil momentan werden ja z.B. in Deutschland i.d.R. ja gerade die "Hintermänner", s. Erfurt erwischt bzw. gegen diese ermittelt und nur dadurch die Doper auch belangt. Ganz selten ist es ja andersherum!
Ich bin z.B. auch für ein nationales Gesetzt. Den Sportlern müsste der Gewinn "abgeschöpft" werden und dazu noch eine entsprechende Strafe. Nur findet sich dafür in der Bevölkerung, Politik... keine Mehrheit.

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