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Rad-WM auf der Kippe Schäuble: „Notfalls muss Veranstaltung eben ausfallen“

20.07.2007 ·  Die Bundesregierung macht die Austragung der Rad-WM in Stuttgart vom Kampf gegen Doping abhängig. Die Veranstalter und Sportler hätten es in der Hand, sagte Innenminister Schäuble. „Wer dopt oder dem Doping Vorschub leistet, bringt den Radsport um.“

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Die Bundesregierung macht die Austragung der Radsport-Weltmeisterschaft in Stuttgart von den Fortschritten im Kampf gegen Doping abhängig. „Wenn es hart auf hart kommen sollte, dürfen wir vor den finanziellen Folgen einer Absage der Straßen-WM in Stuttgart nicht zurückschrecken“, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagausgabe).

Darauf habe er sich bei einem Treffen mit Vertretern des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und der Radfahrverbände verständigt. Die Stadt Stuttgart bestätigte diese Vereinbarung, wie es in dem Bericht weiter hieß. Ein Sprecher warnte allerdings vor den finanziellen Folgen einer Absage: „Die Rad-WM hat ein Budget von fünf Millionen Euro“, sagte Stephan Schorn, Sprecher der Stadt Stuttgart. Im Falle einer Absage werde „eine Kette von Schadenersatzforderungen“ auf die Stadt zukommen. Die Straßenrad-WM vom 26. bis 30. September 2007 sei ein Höhepunkt im Sportjahr Stuttgarts.

„Dann muss die Veranstaltung eben ausfallen“

Laut Bericht steuert die Stadt Stuttgart 2,3 Millionen Euro für das Ereignis bei, der Zuschuss des Bundes beträgt 150.000 Euro, das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit 80.000 Euro. Die Weltmeisterschaft könne nur stattfinden, „wenn klare, schriftliche Vereinbarungen getroffen werden, die auch Art, Umfang und Intensität der Doping-Kontrollen umfassen“, sagte Schäuble der Zeitschrift „Super Illu“. Wenn diese eingehalten würden, könne die Weltmeisterschaft stattfinden. „Wenn nicht, dann muss die Veranstaltung notfalls eben ausfallen.“

Die Veranstalter und Sportler hätten es jetzt in der Hand, sagte der Innenminister. Klar müsse jedenfalls sein: „Wer dopt oder dem Doping Vorschub leistet, bringt den Radsport um.“ Er sehe die Weltmeisterschaft in Stuttgart als Nagelprobe und möglicherweise als letzte Chance für einen Neuanfang des Radsports auf lange Zeit. Der Stuttgarter Gemeinderat hatte sich am Donnerstagabend für die Durchführung der Weltmeisterschaft ausgesprochen und einen Antrag der Grünen-Fraktion auf Absage der WM zurückgewiesen. Der baden-württembergische Sportminister Helmut Rau betonte jedoch, die WM sei noch nicht in trockenen Tüchern. Falls der Weltradsportverband die scharfen Anti-Doping-Vorgaben von Bund, Land und Stadt nicht umsetzen wolle oder könne, stehe die Veranstaltung „zur Disposition“, erklärte der CDU-Politiker im Südwestrundfunk.

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