16.06.2012 · Lance Armstrong und sein Anwalt werfen im Kampf gegen die Doping-Vorwürfe nur noch Nebelkerzen. Der Tag rückt näher, an dem aus dem größten Radrennfahrer der Sportgeschichte ihr größter Betrüger wird.
Von Jürgen KalwaRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Das Problem ist nicht Lance Armstrong sondern der Radsport als Ganzes. Lance war m.E. lediglich die herausragende Figur in einem durch und durch korrupten und betrügerischen System. Ich habe keinen Glauben, dass eine wirkliche Reinigung stattgefunden hat. Ich wüsste nicht woher ich diesen Glauben nehmen könnte. Früher habe ich gerne Radsport geschaut, habe bei den großen Ereignissen mitgefiebert, heute schaue ich enttäuscht und auch verbittert ob meiner vieljährigen Naivität aktiv weg. Noch glaube ich, dass in den meisten Sportarten Doping kein systemisches Phänomen ist - aber ich bin skeptisch.
Schon die Überschrift enthält die Vorverurteilung. Und die
Sicherheit, Armstorng habe gedopt, zieht sich durch den ganzen Text.
Begründung? Fehlanzeige! Gegen Armstrong spricht allenfalls sein
"PR sepak", den er sich bei jedem Politiker hier- wie
dortzulande abgeschaut haben könnte.
Nicht falsch verstehen: Auch ich privat glaube, dass Armstrong die Tour
de France nicht mit Zuckerwasser gewonnen hat, um Didi Thurau zu
zitieren, sondern zu verbotenen Mitteln gegriffen hat. Aber ein
Qualitätsmedium wie die FAZ sollte doch gewisse journalistische
Mindeststandards beherzigen, Beweise vorlegen oder zumindest Quellen
haben statt nur Vermutungen. Sonst kann ich doch gleich Bild lesen.
Die Beweise liegen schon lange auf dem Tisch.
Wer hier von Vorverurteilung spricht, dem fehlen nur die Kenntnisse zum Fall Armstrong.
Nicht nur der Radsport - Fan auf dem Bild hat sein Urteil gefällt,
sondern ich auch!
Der Radsport braucht Protagonisten, aber keine Dopingsünder.