Home
http://www.faz.net/-gu9-761kw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Fall Armstrong „Das war nicht der selbe Radfahrer“

Bradley Wiggins hat Lance Armstrongs Dopingbeichte scharf kritisiert. Der Tour-Sieger des Vorjahres bezichtigt den Dopingsünder in britischen Medien, bei seinem Geständnis gelogen zu haben. Armstrong habe ganz sicher auch bei seiner Rückkehr in den Radsport 2009 manipuliert.

© dapd Vergrößern Toursieger Bradley Wiggins: „Ich war ein Fan von ihm“

In seiner ersten öffentlichen Stellungnahme nach Lance Armstrongs Dopingbeichte hat Tour-de-France Sieger Bradley Wiggins den gefallenen Radstar als Lügner beschimpft. „Ich glaube nichts mehr, was aus seinem Mund kommt“, sagte Wiggins in verschiedenen britischen Medien. Armstrong hatte vergangene Woche im Interview mit Talkmasterin Oprah Winfrey beteuert, sein Comeback 2009 ohne die Hilfe von leistungsfördernden Mittel bestritten zu haben.

Diese Aussage kritisiert Wiggins scharf. „Ich kann mich erinnern, wie wir gemeinsam die Bergetappen bestritten haben, und ich sah ihn 2009 in Verbier und auf der Spitze des Ventoux eine Woche später, als wir gemeinsam bei den Dopingkontrolle waren. Das war nicht der selbe Radfahrer.“ Bei der Frankreichrundfahrt 2009 belegte Wiggins Rang vier hinter Armstrong, der es in Paris aufs Treppchen schaffte.

„Ich war ein Fan von ihm“

Wiggins, der momentan ein Trainingscamp mit seinem Radteam „Sky“ in Mallorca bestreitet, hatte sich geschworen, das Interview nicht zu verfolgen, es dann dennoch mit seinem siebenjährigen Sohn Ben zuhause in Lancashire geschaut. „Ich war in meiner Kindheit ein Fan von ihm“, begründet der Toursieger sein anfängliches Zögern. Als er dann das Interview sah, habe er nur Wut und Enttäuschung empfunden. „Es war nicht leicht, das mit anzusehen.“

Im Hinblick auf seinen Sohn sagte Wiggins, dass er glücklich sei, niemals die selbe Konversation mit seinem Sohn führen zu müssen, wie es Armstrong getan habe. „Denn sein Vater (Wiggins) hat die Tour sauber gewonnen.“ Bradley Wiggins hatte im Sommer vergangenen Jahres als erster Brite die Tour-de-France gewonnen und vor allem im Zeitfahren dominiert. Der britische Radstar gehört zu den wenigen Toursiegern, die sich öffentlich von Doping distanzieren.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Radsport Astana behält die Lizenz

Zwei seiner Spitzenfahrer sind jüngst beim Doping mit Epo erwischt worden. Dennoch darf der durch zahlreiche Doping-Skandale belastete Rennstall Astana weiter bei Top-Rennen starten. Mehr

24.04.2015, 09:34 Uhr | Sport
Giannis Varoufakis Griechischer Finanzminister will gemeinsame Lösung

Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis tourt durch Europa. In London traf er seinen britischen Counterpart George Osborne, der vor einem Kräftemessen zwischen Griechenland und Europa warnte. Mehr

17.02.2015, 16:49 Uhr | Politik
Degenkolb-Sieg bei Paris-Roubaix Höllisch gut

Ein Traum geht in Erfüllung für den derzeit besten deutschen Radrennfahrer: John Degenkolb gewinnt den legendären Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix, die Hölle des Nordens auf Dutzenden Kilometern Kopfsteinpflaster. Das hat vor ihm nur ein Deutscher geschafft - vor 119 Jahren. Mehr

12.04.2015, 16:37 Uhr | Sport
Verbier Extreme Deutsche sorgen für spektakuläre Szenen beim Freeride Finale

Die zwei deutschen Teilnehmer des Wettkampfs Verbier Extreme, Felix Wiemers und Nicola Thost, sorgen für Schlagzeilen. Wie eng höchste Freude und tiefste Enttäuschung beieinander liegen, dass hat Wiemers erleben müssen. Erstmals war er qualifiziert fürs Finale, dann stürzte er dramatisch. Mehr

30.03.2015, 18:01 Uhr | Sport
Motiviert für 1.Mai-Radrennen John Degenkolb hat noch eine Rechnung offen

John Degenkolb hat sich mit seinen Siegen bei Mailand–San Remo und Paris–Roubaix unsterblich im Lager der Radsportler gemacht. Der Frankfurter will am 1. Mai wieder in der neuen Heimat triumphieren. Mehr

20.04.2015, 16:21 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 25.01.2013, 16:41 Uhr

Mia san Pep

Von Michael Horeni

Pep Guardiola trifft mit dem FC Bayern München auf seine alte Liebe: Die Duelle mit dem FC Barcelona werden die härtestmögliche Prüfung für den katalanischen Trainer wie den bayrischen Klub. Mehr 1 5