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DOSB verspricht Hilfe Rente für Doping-Opfer?

02.07.2009 ·  Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat Doping-Opfern der ehemaligen DDR versprochen, bei der Durchsetzung einer Rente für Schwerstgeschädigte behilflich zu sein. Keine Einigung gab es im Streit um den Umgang mit belasteten DDR-Trainern.

Von Anno Hecker
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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat Doping-Opfern der ehemaligen DDR versprochen, bei der Durchsetzung einer Rente für Schwerstgeschädigte behilflich zu sein. Das erklärte eine Gruppe Betroffener nach einem Gespräch mit dem DOSB in Berlin. Das Projekt soll nach der Bundestagswahl forciert werden. Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer leben einige der ehemaligen Spitzensportler am Existenzminimum.

Sie haben zwar unter Mithilfe des DOSB eine Entschädigung im niedrigen fünfstelligen Bereich erhalten. „Wir wissen aber“, schilderte der ehemalige Radrennfahrer Uwe Trömer am Mittwoch, „dass das Geld in einigen Fällen für Medikamente zur Linderung der Doping-Folgen draufgegangen ist. Es gibt Doping-Opfer, die auf eine Rentenzahlung angewiesen sind.“ Die Belastung für den Steuerzahler im Fall einer regelmäßigen finanziellen Hilfe für Schwerstgeschädigte wäre kaum nennenswert. Die Gruppe - so Schätzungen - umfasst zurzeit fünfzig bis einhundert Menschen. „Wir haben deutlich gemacht, dass wir die Anliegen der Doping-Opfer sehr ernst nehmen“, sagte DOSB-Generalsekretär Vesper. Der Dachverband des organisierten deutschen Sports will einen Juristen aus seinen eigenen Reihen beauftragen, den Doping-Opfern behilflich zu sein.

„Wir akzeptieren den Persilschein nicht“

Keine Einigung erzielte die Interessengemeinschaft der Geschädigten bei der Frage, wie mit Trainern umgegangen werden soll, die Doping-Mittel verabreicht haben. „Wir akzeptieren den Persilschein nicht“, sagte Trömer mit Blick auf die Erklärung von Trainern des Leichtathletik-Verbandes.

Sie hatten Doping zu DDR-Zeiten eingeräumt und um Entschuldigung gebeten. Im Gegenzug sollen sie, dazu steht auch der DOSB, unbehelligt weiterarbeiten dürfen. „Wir sind uns mit dem DOSB einig, dass es keine Generalverurteilung geben sollte, das ist klar“, sagte Trömer: „Aber ohne konkretere Erklärungen der Trainer geht es nicht.“ Dem früheren Spitzensportler waren ohne sein Wissen Medikamente verabreicht worden, die zunächst zu Nierenschäden führten. Bis heute weigert sich der Arzt, Trömer über die gespritzte Substanz aufzuklären.

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Jahrgang 1964, Sportredakteur.

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