08.07.2007 · Nach Medieninformationen soll es neue Indizien gegen Jan Ullrich geben. Nach Unterlagen, die bei seinem ehemaligen Betreuer Rudy Pevenage gefunden wurden, glaubt die Staatsanwaltschaft Bonn nachweisen zu können, dass sich der Radprofi mehrmals bei Dopingarzt Fuentes aufhielt.
Nach Informationen des Nachrichten-Magazins „Focus“ soll es neue Indizien gegen den am 24. Februar zurückgetretenen Jan Ullrich geben. Nach Unterlagen, die bei Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage in Belgien gefunden wurden, und Eintragungen im Kalender des mutmaßlichen Madrider Dopingarztes Eufemiano Fuentes glaubt die Staatsanwaltschaft Bonn nachweisen zu können, dass sich Ullrich und Pevenage an drei bestimmten Tagen in Madrid aufgehalten haben. (Siehe auch: FAZ.NET-Spezial: Das englische Super-Sport-Wochenende).
An diesen Tagen hatte der Tour-de-France-Sieger von 1997 „Focus“ zufolge angegeben, an seinem Schweizer Wohnort Scherzingen gewesen zu sein. Außerdem legen beschlagnahmte Papiere nahe, dass Ullrich mindestens 25.000 Euro an Fuentes gezahlt hat. Der Bonner Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel sagte am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa auf Anfrage: „Dazu werde ich keine Angaben machen. Das sind Äußerungen zum Inhalt eines Verfahrens.“ Zur angeblichen Zahlung des Geldes meinte er, dass sei nicht neu, das habe er „auch schon irgendwo gelesen“. (Siehe auch: Tour de France: McEwen bei erster Etappe vorne).
Und was ist mit Lance?
Michael Fichtner (ebaristo)
- 08.07.2007, 21:27 Uhr