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Doping Zwei Jahre Sperre für Marion Jones

23.11.2007 ·  Der Leichtathletik-Weltverband hat die zweijährige Dopingsperre gegen die amerikanische Sprinterin Marion Jones bestätigt und ihre sieben WM-Medaillen aberkannt. Außerdem muss sie Prämien zurückzahlen.

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Marion Jones hat bei ihrer Selbst-Demontage den nächsten schweren Schlag einstecken müssen. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat die zweijährige Dopingsperre gegen die amerikanische Sprinterin am Freitagabend bestätigt, alle Resultate seit dem 1. September 2000 gestrichen und ihre sieben WM-Medaillen aberkannt.

Damit zog sie zugleich ihre Staffel-Kolleginnen mit in den Doping-Sumpf und löste eine noch nicht absehbare Kettenreaktion bei den Medaillen-Nachrückern aus. Zudem entschied die IAAF auf einer Sitzung des Councils in Monte Carlo, dass die entthronte Sprinterin sämtliche Prämien und Antrittsgelder zurückgeben muss. Diese Einnahmen werden laut IAAF-Sprecher Nick Davies auf rund 700.000 Dollar geschätzt.

Es droht der Ruin

Wie der gestürzte Tour-de-France-Sieger Floyd Landis und der ehemalige 100-Meter-Weltrekordhalter Justin Gatlin, beide des Dopings überführt, steht Jones durch dieses harte Urteil vor dem Ruin - und es könnte noch schlimmer kommen: Wegen Falschaussage in zwei Fällen drohen ihr eine Geldstrafe von bis zu 500.000 Dollar sowie zehn Jahre Gefängnis. Das Urteil soll am 11. Januar 2008 bekanntgegeben werden. Zudem muss sie mit der offiziellen Aberkennung ihrer fünf Olympia-Medaillen von Sydney 2000 durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) rechnen.

Die 32 Jahre alte Kalifornierin hatte den Anfang vom Ende ihrer Karriere selbst eingeläutet: Am 5. Oktober hatte sie nach jahrelangem Schweigen und Leugnen zugegeben, mit dem Designer-Steroid THG gedopt zu haben. Drei Tage später hatte sie ihre fünf Olympia-Medaillen zurückgeschickt. Damals hatte sie der Streichung aller Resultate rückwirkend zum 1. September 2000 zugestimmt und die zweijährige Sperre der amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) akzeptiert.

Ob Jones auch offiziell ihre fünf Olympia-Medaillen verliert, kann nur das IOC entscheiden. Die Exekutive hat den Fall Jones bei ihrer nächsten Sitzung in Lausanne (10. bis 12. Dezember) oben auf der Agenda, die Disziplinarkommission unter Vorsitz von IOC-Vizepräsident Thomas Bach ist seit Monaten mit der Affäre befasst.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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