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Doping-Opfer : Hilfe für weitere 240 ehemalige Sportler

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Ines Geipel: Die Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfe-Vereins hatte Unterstützungen erst möglich gemacht. Bild: dpa

Weitere 240 Doping-Opfer der DDR wurden vom Bundesverwaltungsgericht anerkannt und können mit einer Unterstützung rechnen. Der Doping-Opfer-Hilfe-Verein schätzt die Anspruchsberechtigten auf mehrere tausend ein.

          Das Bundesverwaltungsamt hat bis Ende Juni weitere 240 Doping-Opfer der DDR anerkannt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten André Hahn (Linke) hervor.

          Demnach sind seit dem Inkrafttreten des Zweiten Dopingopfer-Hilfegesetzes 2016 insgesamt 444 Anträge von ehemaligen Leistungssportlern und Leistungssportlerinnen der DDR beim Bundesverwaltungsamt eingegangen. Mit dem positiven Bescheid ist eine einmalige Unterstützung in Höhe von gut 10.000 Euro verbunden.

          Der Doping-Opfer-Hilfe-Verein, auf dessen Betreiben auch das zweite (vorübergehende) Gesetz zustande kam, rechnet mit mehreren tausend Anspruchsberechtigten. Aus den Unterlagen über das Zwangs-Doping geht hervor, dass bis zum Fall der Mauer 1989 etwa 12.000 Leistungssportler in das Doping-Programm der DDR einbezogen worden sein sollen.

          Bis heute sind 440 frühere Spitzensportler der DDR von der Bundesrepublik als Doping-Opfer anerkannt worden. Obwohl auch auf dem Bundesgebiet umfassend gedopt wurde und das subtilere Manipulationssystem ganze Generationen erfasste, werden nur Geschädigte des SED-Regimes finanzielle Hilfe erhalten. Anträge aus Westdeutschland soll es bislang nicht gegeben haben.

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