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Doping-Kommentar Gegen die Schluckkultur

 ·  Die DJK und der Doping-Opfer-Hilfe-Verein nehmen ihren Anspruch ernst. Sie denken nicht nur über Dopingprobleme nach, sie handeln auch.

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Man kennt die Sarkasten: Sobald Bewegung in den Kampf gegen die Manipulation im Sport kommt, höhnen sie: Nutzt ja doch nichts. Die Deutsche Jugendkraft (DJK) mag nicht der größte und bedeutendste Sportverband sein. Aber diese katholischen Sportfreunde nehmen ihren Anspruch ernst. Sie denken nicht nur über Dopingprobleme nach, sie handeln auch.

Die DJK und der Doping-Opfer-Hilfe-Verein haben nun eine Kooperation bei der Präventionsarbeit gegen die pharmazeutische Manipulation vereinbart. Sie wollen vorwiegend Athleten bis 14 Jahre vor dem Einstieg in die vielfach beschriebene Schluckkultur bewahren. Hier ein erlaubtes Pillchen gegen die Schmerzen, dort ein zugelassenes Pülverchen für lockere Beine: Mit der Gewöhnung an diese überflüssigen, mitunter schädlichen und noch dazu teuren Rituale ist mancher Einstieg in eine Dopingkarriere erleichtert worden.

Die DJK, deren Präsident Volker Monnerjahn zu den Unterzeichnern eines Protestbriefes wegen verfehlter Antidopingpolitik an Sport und Politik zählt, sollte also ernst genommen werden. Andere haben das schon getan. Bei der Verleihung des DJK-Ethik-Preises 2011 hielt einer die Laudatio, der heute im Namen Deutschlands spricht: Joachim Gauck.

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