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Doping im Radsport Wieder eine Chance vertan

 ·  „Wenn du nein gesagt hast zum Doping, hast du dich entschieden, deinen Traum zu beenden“, sagt Jonathan Vaughters, eine einflussreiche Figur im Radsport. Warum die Geschichte, mit der er Doping gesteht, zwar schön ist, aber wertlos.

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Thorsten Seßler
Thorsten Seßler (those1) - 25.08.2012 00:51 Uhr

Recht hat er

Wer es immer noch nicht begriffen hatte, konnte sich vergangene Woche hier von J. Vaughters belehren lassen: 98 % bis zur Weltspitze sind aus eigener Kraft zu schaffen, wer mehr will, muß pharmakologisch nachhelfen – und das nicht nur im Radsport, sondern auch in allen anderen Ausdauersportarten, egal, ob Tennis, Rudern, Fußball oder Schwimmen.

Armstrong hat wie keiner vor ihm über mehr als ein Jahrzehnt sein ganzes Leben auf die TdF ausgerichtet, intelligent und mit ungeheurer Disziplin trainiert, ernährungsphysiologisch Bahnbrechendes geleistet – diesem Umstand und unbedingtem Siegeswillen verdankt er seine Ausnahmestellung unter den Tour-Fahrern, und nicht etwa der Tatsache, daß er "anderes" eingenommen hätte als die gewiß nicht weniger "kompetent" betreuten anderen Athleten der Weltspitze.

"Doping" beginnt strenggenommen bereits bei einer Tasse Kaffee, die definierten Grenzen sind pure Willkür und Augenwischerei. Leider leidet darunter der Radsport wie keine zweite Sportart.

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Klaus-Dieter Berger

Die entscheidende Passage:

"Vaughters räumt Doping ein, ja, aber zum genehmen Zeitpunkt, nach der Verjährungsfrist. Er nennt keine Namen, keine Teams, keine Ärzte, keine Hintermänner, keine Lieferanten, keine Doping-Praktiken, keine Medikamente. Er riskiert nichts, und deshalb gehört kein Mut zu seiner Art des Geständnisses. Er kommt fein heraus aus der ganzen Geschichte."

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2012 18:14 Uhr
Thilo Hermann

entscheidende Passage stimmt so nicht

Man kann Vaughters natürlich vorwerfen, dass er sich mit dem System arrangiert, obwohl er sich seit Jahren als Saubermann des Radsports darstellt.

Die zitierte Passage, dass er keine Hintermänner usw. nennt, stimmt so aber nicht, da er genau dieses im Rahmen des Doping-Verfahrens gegen Lance Armstrong offensichtlich getan hat, genauso wie einige Fahrer seines Teams. In der aktuellen Diskussion spielt es zudem eine wichtige Rolle, welche Informationen im Vorfeld des Prozesses öffentlich gemacht werden sollen (die US-Antidopingagentur und Zeugen wie Vaughters sind an frühzeitiger Veröffentlichung nicht interessiert, Armstrong und seine Anwälte schon). Von daher würde ich dem Autor raten, sich besser zu informieren, zu respektieren, dass nicht immer alle Details über die Presse herausposaunt werden müssen und seine Einschätzung im weiteren Verlauf des Armstrong-Verfahrens ggf. zu revidieren.

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Peter Schneider

Ja wäre eine gute Gelgenheit gewesen.

Aber! Ein Anfangist gemacht. Schließich hat dieser Jonathan Vaughters eine prominente Rolle im Radsprt inne und in dieser Funktion auch viel Presse"arbeit" zu tun. Es wird nun eben die Aufgabe von (insbesonder) Journalisten sein, immer wieder diese Fragen zu stellen, die hier von Herrn Eder (Autor) aufgeworfen wurden. Und immer wieder darauf drängen, Antworten zu erhalten.
Denn kein Radfahrer hat einen Nachteil, wenn er ohne Doping gewinnt.
Der Artikel hat das Problem gut dargestellt und auf den Punkt gebracht. Dafür ein BRAVO n Herrn Eder.

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Jahrgang 1957, Sportredakteur.

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