http://www.faz.net/-gu9-77jvs
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 11.03.2013, 09:24 Uhr

Anti-Doping-Agentur Nada sucht Geldgeber

Im April will die Nada ein „Fundraising-Konzept“ vorstellen. Damit will die deutsche Anti-Doping-Agentur von Unternehmen und Sponsoren zwischen ein und zwei Millionen Euro für ihre Arbeit 2014 einsammeln.

von , Berlin
© Bruns, Franka Der Aufsichtsratsvorsitzende der Nada, Hans Georg Näder

Die deutsche Anti-Doping-Agentur (Nada) will in den kommenden Monaten von Unternehmen und Sponsoren zwischen ein und zwei Millionen Euro für ihre Arbeit im Jahr 2014 einsammeln. Derzeit sei die Nada dabei, zusammen mit einer Agentur ein „Fundraising-Konzept“ aufzulegen, das im April vorgestellt werden soll, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende der Agentur, Hans Georg Näder, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Bis Ende des Jahres sollen die anvisierten Mittel dann zugesagt sein. „Wir sind an der Lösung der Finanzierungsprobleme der Nada dran“, sagte Näder. Bei seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr hatte der Familienunternehmer versprochen, die Lücke im Nada-Etat von damals 1,35 Millionen Euro rasch mit Hilfe von Unternehmen zu schließen.

Mehr zum Thema

Näder räumte nun ein, dass es schwieriger sei als erwartet, Sponsorengelder für die Doping-Bekämpfung aufzutreiben. „Für 2013 ist die Finanzierung der Nada aber auf jeden Fall gesichert“, sagte er auch mit Verweis auf Rücklagen der Agentur.

Der Inhaber des Prothesen- und Rollstuhlherstellers Otto Bock fügte hinzu, dass man über einen Systemwechsel nachdenken müsse, sollten die Sponsorengelder am Ende ausbleiben. Er verwies dabei auf die rein staatlich finanzierte amerikanische Anti-Doping-Agentur.

Aufräumarbeiten in den Schadensklassen

Näder, dessen Unternehmen seit rund einem Vierteljahrhundert bei den Paralympics die technische Hilfe für Athleten leistet, sprach sich auch für Reformen dieser Spiele aus. Die Entwicklung gehe dahin, dass Unternehmen wie Bock immer bessere Hilfsmittel - zum Beispiel Hightech-Prothesen für Sprinter - entwickeln, die den Athleten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Daher sollte das Prinzip eingeführt werden, dass alle Athleten das gleiche Material erhalten. „Auch wird man die vielen Einstufungen in verschiedene Schadenklassen bei den Paralympics aufräumen müssen“, fügte der Nada-Aufsichtsratsvorsitzende hinzu.

Wasser von unten, Wasser von oben

Von Evi Simeoni

Die muskulösen Schwimmer springen in Budapest an diesem Wochenende wieder ins Becken und kämpfen sich durch das Wasser. Herunterprasselndes Wasser hat die Reiter in Aachen ganz schön in Atem gehalten. Mehr 0

Zur Homepage