http://www.faz.net/-gu9-77jvs

Anti-Doping-Agentur : Nada sucht Geldgeber

  • -Aktualisiert am

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Nada, Hans Georg Näder Bild: Bruns, Franka

Im April will die Nada ein „Fundraising-Konzept“ vorstellen. Damit will die deutsche Anti-Doping-Agentur von Unternehmen und Sponsoren zwischen ein und zwei Millionen Euro für ihre Arbeit 2014 einsammeln.

          Die deutsche Anti-Doping-Agentur (Nada) will in den kommenden Monaten von Unternehmen und Sponsoren zwischen ein und zwei Millionen Euro für ihre Arbeit im Jahr 2014 einsammeln. Derzeit sei die Nada dabei, zusammen mit einer Agentur ein „Fundraising-Konzept“ aufzulegen, das im April vorgestellt werden soll, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende der Agentur, Hans Georg Näder, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Bis Ende des Jahres sollen die anvisierten Mittel dann zugesagt sein. „Wir sind an der Lösung der Finanzierungsprobleme der Nada dran“, sagte Näder. Bei seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr hatte der Familienunternehmer versprochen, die Lücke im Nada-Etat von damals 1,35 Millionen Euro rasch mit Hilfe von Unternehmen zu schließen.

          Näder räumte nun ein, dass es schwieriger sei als erwartet, Sponsorengelder für die Doping-Bekämpfung aufzutreiben. „Für 2013 ist die Finanzierung der Nada aber auf jeden Fall gesichert“, sagte er auch mit Verweis auf Rücklagen der Agentur.

          Der Inhaber des Prothesen- und Rollstuhlherstellers Otto Bock fügte hinzu, dass man über einen Systemwechsel nachdenken müsse, sollten die Sponsorengelder am Ende ausbleiben. Er verwies dabei auf die rein staatlich finanzierte amerikanische Anti-Doping-Agentur.

          Aufräumarbeiten in den Schadensklassen

          Näder, dessen Unternehmen seit rund einem Vierteljahrhundert bei den Paralympics die technische Hilfe für Athleten leistet, sprach sich auch für Reformen dieser Spiele aus. Die Entwicklung gehe dahin, dass Unternehmen wie Bock immer bessere Hilfsmittel - zum Beispiel Hightech-Prothesen für Sprinter - entwickeln, die den Athleten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

          Daher sollte das Prinzip eingeführt werden, dass alle Athleten das gleiche Material erhalten. „Auch wird man die vielen Einstufungen in verschiedene Schadenklassen bei den Paralympics aufräumen müssen“, fügte der Nada-Aufsichtsratsvorsitzende hinzu.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wahlkampfabschluss der AfD : Revolte von rechts

          Am Abend vor der Wahl trifft sich der Landesverband der AfD Sachsen zur Kundgebung in Görlitz. Ohne Frauke Petry. Die hatte zuvor abgesagt – wegen „innerparteilichen Querelen“. Dafür tritt einer ihrer Feinde auf.

          SPD-Wahlkampffinale in Aachen : Er rettet, was zu retten ist

          Nach Monaten der Euphorie glaubt fast niemand mehr an einen Wahlsieg der SPD. Trotzdem bringt Martin Schulz bei seinem letzten großen Wahlkampfauftritt seine Kampagne in Würde zu Ende – „egal, was morgen rauskommt“.
          Selfie mit dem Popstar der Politik: Lindner mit junger Anhängerin

          Nähe und Ferne zur CDU : Das Dilemma der FDP

          Bei seinem Wahlkampfabschluss zeigt sich die Zwickmühle für Christian Lindner und seine FDP: Vielleicht können die Liberalen bald mitregieren. Doch, ob das auch gut für sie wäre, weiß nicht einmal der Vorsitzende.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.