http://www.faz.net/-gu9-77z0u

Andrus Veerpalu : Skilanglauf-Star freigesprochen

Andrus Veerpalu hatte im Februar 2011 seinen Rücktritt vom Leistungssport erklärt, aber seine Unschuld beteuert Bild: dpa

Wegen erheblicher Zweifel an den statistischen Methoden der Wada hebt der Cas die Dopingsperre des zurückgetretenen Andrus Veerpalu auf. Der Fall könnte Auswirkungen weit über den Langlauf hinaus haben.

          Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hat die Dopingsperre des zurückgetretenen estnischen Langläufers Andrus Veerpalu wegen erheblicher Zweifel an den statistischen Methoden der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) aufgehoben. Veerpalu war auf Grund einer Probe aus dem Februar 2011 des Dopings mit dem Wachstumshormon HGH verdächtigt und vom Ski-Weltverband Fis für drei Jahre gesperrt worden.

          Er hatte noch im Februar 2011 seinen Rücktritt vom Leistungssport erklärt, aber seine Unschuld beteuert und gegen die Sperre vor dem Cas geklagt. Der Sportgerichtshof in Lausanne bemängelte, die Festlegung des Grenzwerts, ab welchem von HGH-Doping ausgegangen wird, sei durch die Wada nicht statistisch einwandfrei erfolgt.

          Der Cas hob Veerpalus Sperre auf, obwohl „viele Faktoren“ für eine HGH-Anwendung Veerpalus sprächen und der Test, der am Dopinglabor der Sporthochschule Köln durchgeführt wurde, zuverlässig sei. Der Fall könnte Auswirkungen weit über den Langlauf hinaus haben, denn die HGH-Grenzwerte der Wada gelten für Sportverbände weltweit.

          Zudem bemängeln Kritiker seit langem, Doping mit HGH sei weit verbreitet und werde nicht ausreichend bekämpft. Das muskelbildende Mittel lässt sich mit weiteren Dopingmitteln kombinieren und bietet Vorteile in nahezu allen Kraft- und Ausdauersportarten. Da der Serumtest allerdings weit teurer ist als eine Urinprobe, kamen 2011 weltweit auf 100 Urinproben nur etwa zwei HGH-Kontrollen.

          Weitere Themen

          Fanenergie sichtbar machen Video-Seite öffnen

          Neues Spielzeug im Stadion : Fanenergie sichtbar machen

          Wenn die Fans besonders laut schreien, trifft Robert Lewandowski häufiger - könnte eine These lauten, die man mit den neuen Daten überprüfen könnte. Dem Unternehmen Siemens nach geht es aber primär um die Fans - und dass sie noch lauter schreien, als sie es vielleicht ohnehin schon tun.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.