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Reaktion auf Studie : Doping bleibt häufig unentdeckt

Vergifteter Jubel: die vermeintliche Siebenkampf-Weltmeisterin Tatjana Tschernowa wurde des Dopings überführt Bild: AP

Nach Bekanntwerden der Doping-Studie räumt die Integritätseinheit des IAAF ein, dass die Zahl der Leichtathleten, die dopen, „signifikant höher“ ist als die der durch positive Proben überführten.

          Die Integritätseinheit (AIU) des Internationalen Leichtathletikverbandes IAAF hat eingeräumt, dass die Zahl der Leichtathleten, die dopen, „signifikant höher“ ist als die der durch positive Proben überführten. Das teilte die AIU auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu der Studie der Universitäten Tübingen und Harvard mit. Diese hatte ergeben, dass mindestens dreißig Prozent der Sportler bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu 2011 gedopt hatten. Eine Antwort auf spezifische Fragen lehnte die AIU ab – etwa wie die gedopten Teilnehmer überführt werden und warum die Veröffentlichung der Studie mehr als fünf Jahre insbesondere durch die IAAF blockiert wurde. Es sei nicht Sache der AIU, die Ergebnisse zu kommentieren, hieß es.

          Die AIU wird vom früheren Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur David Howman geführt. Howman hatte in seiner früheren Position das Einverständnis zur Publikation der von der Wada finanzierten Studie auch erst knapp fünf Jahre nach der WM erteilt. „Mit der Unterlassung der Veröffentlichung ist verhindert worden, dass man viel früher wichtige Maßnahmen im Anti-Doping-Kampf hätte ergreifen können“, sagte Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, der Deutschen Presse-Agentur. Er könne nicht ausschließen, dass die Dunkelziffer dopender Athleten nach wie vor so hoch sei wie 2011.

          Quelle: F.A.Z.

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