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Doping-Richtlinien WADA und FIFA kurz vor der Einigung

16.09.2005 ·  Im Streit zwischen dem Fußball-Weltverband und der Welt-Antidoping-Agentur hat WADA-Chef Richard Pound offensichtlich eingelenkt. Eine Sperre sei auch laut WADA-Code nicht automatisch zwei Jahre lang, bekräftigte Pound.

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Im Streit zwischen dem Fußball-Weltverband FIFA und der Welt-Antidoping-Agentur WADA hat WADA-Chef Richard Pound offensichtlich eingelenkt. „Wir liegen in der Bewertung der Regelsperre nicht weit auseinander“, sagte der Kanadier im Vorfeld Exekutivsitzung in Montreal und näherte sich damit der FIFA-Linie. Eine Sperre sei auch laut WADA-Code nicht automatisch zwei Jahre lang, bekräftigte Pound.

„Die Strafen variieren zwischen null und zwei Jahren Sperre. Bei leichten Vergehen oder bei bestimmten Substanzen kann die Sperre auf die Hälfte reduziert werden“, sagte er. Der frühere Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) lobte darüber hinaus ausdrücklich das von der FIFA zugestandene Recht der WADA zur Anrufung des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) zur Klärung strittiger Fälle: „Dieses Recht ist eines unserer wichtigsten Instrumente, wenn wir denken, daß der WADA-Code nicht korrekt angewendet worden ist.“

Blatter gegen öffentliche Debatten

FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte erst zu Wochenbeginn auf dem Jahres-Kongreß in Marrakesch/Marokko auf Prüfung jedes Einzelfalles bestanden und Forderungen nach einer automatischen Zweijahres-Sperre für Erstsünder entschieden zurückgewiesen. Thomas Bach, Leiter der Juristischen Kommission des IOC, hatte bereits am Mittwoch ein Ende der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen WADA und FIFA gefordert.

„Komplexe Rechtsfragen lassen sich nicht durch eine öffentliche Debatte regeln“, sagte er. Bach wies darauf hin, daß der Welt-Antidoping-Code auch genaue Mechanismen für derartige Streitfälle beinhalte. Es gebe zwei Wege, beide führten zum Obersten Sportschiedsgerichtshof CAS: „Entweder legen beide Seiten ihm ihre Rechtsgutachten zur Begutachtung vor, oder die Wada wartet ein FIFA-Urteil ab, gegen das sie dann vor dem CAS Berufung einlegt.“ Bei der Diskussion gehe es letztlich um die Auslegung eines Teilaspektes.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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