29.08.2004 · Namen und Nachrichten: Die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen vom 16. Tag der Olympischen Spiele in Athen.
Namen und Nachrichten: Die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen vom letzten Tag der Olympischen Spiele in Athen:
Silber für die Handballer. Die Europameister verloren gegen Kroatien mit 24:26 und verpaßten das erste deutsche Handball-Gold nach dem Triumph der DDR 1980.
Nach Platz fünf in Sydney fiel das deutsche Team in Athen in der Länderwertung (Medaillenspiegel) mit 14 Gold-, 16 Silber- und 18 Bronzemedaillen um einen Rang zurück. Mit 48 Medaillen blieb das deutsche Team um acht Plaketten hinter dem Resultat von 2000 zurück.
Der ungarische Hammerwurf-Siegers Adrian Annus wurde wegen einer verweitgerten Doping-Nachkontrolle disqualifiziert. Annus verlor als dritter Olympiasieger der Spiele nach Kugelstoßerin Irina Korschanenko (Rußland) und Diskuswerfer Robert Fazekas (Ungarn) wegen Dopings seine Goldmedaille.
Die letzte von 301 Goldmedaillen gewann auf historischer Strecke der Italiener Stefano Baldini im Marathonlauf. Zu einem Eklat kam es kurz vor Schluß, als der führende Brasilianer Vanderlei Lima von einem Zuschauer festgehalten wurde. Er erreichte das Ziel als Dritter.
Angesichts des mäßigen Abschneidens forderte Ulrich Feldhoff, der Vizepräsident Leistungssport des Deutschen Sportbundes (DSB), für künftige Spiele verschärfte Nominierungskriterien. „Zufriedenheit auf ziemlich niedrigem Niveau kann nicht die Einstellung sein, um Peking anzugehen.“ Besonders enttäuschend war das Abschneiden der Leichathleten. Mit zwei Silbermedaillen verbuchten sie ihr schlechtestes Ergebnis bei Olympia seit 92 Jahren.
Mit fünf Siegern stellten Kubas Boxer die erfolgreichsten Teilnehmer beim olympischen Turnier.
Gold im Volleyball holten sich Brasilien und die Frauen aus China.
In einem dramatischen Final-Krimi gegen Südkorea sicherten sich Dänemarks Handball-Frauen im Siebenmeterwerfen zum dritten Mal nacheinander Gold.
Die Einzelkonkurrenz in der Rhythmischen Sportgymnastik gewann die Russin Alina Kabajewa.
Die deutschen Wasserballer beendeten das olympische Turnier nach einem 6:4-Sieg gegen Spanien als Fünfter.