Joachim Eckert, seit Mitte Juli Co-Vorsitzender in der Ethik-Kommission des Fußball-Weltverbandes (Fifa), hat von diesem „komplette Transparenz“ gefordert und Präsident Joseph Blatter unter Druck gesetzt. „Ich darf bei meinen Verfahren keine Unterschiede im Ansehen der Person machen“, sagte der Münchner dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Für Blatter heißt es: Entweder er klärt jetzt auf, oder er ist weg.“
Eckert fordert „komplette Transparenz“
Der 64 Jahre alte deutsche Jurist leitet die sechste Strafkammer des Landgerichts München und ist dort auf Wirtschaftsverfahren spezialisiert. In der Ethik-Kommission der Fifa steht er seit einem Monat der rechtsprechenden Kammer vor, der amerikanische Staatsanwalt Michael Garcia leitet die ermittelnde Kammer. Beide wollen die Aufklärung im Weltverband in punkto Misswirtschaft und Korruption vorantreiben. „Der Verband muss komplette Transparenz herstellen und sich jedweder Überprüfung der Finanzströme stellen“, sagte der Deutsche, dazu müsse die Ethik-Kommission „dem Fluss des Geldes bis auf die Privatkonten folgen können“.
Eckert forderte für seine Arbeit zudem weitreichende Befugnisse. Fifa-Angehörige sollten verpflichtet sein, „uns Auskünfte zu erteilen.“ Als Druckmittel nannte er Geldstrafen oder „gar einen FIFA-Ausschluss“. Bis Weihnachten sollen die ersten Fälle abgeurteilt sein. Zur Unterstützung wird Eckert laut „Focus“ hochqualifizierte Wirtschaftsprüfer engagieren, die bis zu 500 Euro Gage pro Stunde kosten. „Unser Etat ist nicht begrenzt“, meinte der Co-Chef der Ethik-Kommission.
Oha, Ausschluss
Klaus Dieter (Leser2009)
- 18.08.2012, 16:10 Uhr