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Bach-Nachfolge beim DOSB Noch ein Kandidat

 ·  Nach Informationen der F.A.Z. will der DOSB den Nachfolger für den zurückgetretenen Präsidenten Thomas Bach aus den eigenen Reihen wählen. Der Kreis der Kandidaten soll um DSV-Präsident Alfons Hörmann erweitert werden.

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© dpa Vergrößern Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Ski-Verbands, erfährt viel Unterstützung

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Präsidenten Thomas Bach am Donnerstag ein Stück weiter gekommen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung läuft es auf die Wahl eines Kandidaten aus den eigenen Reihen hinaus. Bei einem Treffen der Spitzenverbände unter anderen mit Bachs Vertreter Hans-Peter Krämer in Frankfurt setzte sich der Wunsch durch, eine Führungskraft der Fachverbände zum Chef des DOSB wählen zu lassen. Der Wahlsieger soll ehrenamtlich arbeiten.

Entscheidung im Dezember

Abgesehen von DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch, zuständig für Breitensport, hat zwar bislang niemand seinen Hut in den Ring geworfen. Am Donnerstag stellte sich aber heraus, dass der gut vernetzte Rolf-Ingo Weiss, der Präsident des Deutschen Basketball-Bundes, nur antreten wird, falls die Schwimm-Präsidentin Christa Thiel auf eine Kandidatur verzichten sollte. Allerdings wartet Rainer Brechtken, selbstbewusster Sprecher der Spitzenverbände und Chef des Turnerbundes, im Hintergrund. Krämer wird nun in Kooperation mit den Sprechern der Fraktionen und dem Präsidium (ohne die Kandidaten) Sondierungsgespräche führen, aber keine Findungskommission einrichten. Der Kreis der Kandidaten soll um Alfons Hörmann erweitert werden. Neben anderen hat sich Brechtken für den Präsidenten des Deutschen Ski-Verbandes stark gemacht, der als Unternehmer Erfolg hat und als wirtschaftlich unabhängig gilt. „Es ist klar, dass wir keinen Lehrling wollen“, teilte ein Verbandsboss nach der Sitzung auf Anfrage mit, „man muss national und vor allem auch international gut auftreten können, da spielt auch die Sprachfähigkeit eine große Rolle.“

Allein in den nächsten Monaten wird sich der deutsche Sport unter anderem mit den gewichtigen Themen der Olympiabewerbung Münchens, dem Willen der Politik, Doper auch vom Staat verfolgen zu lassen, und den sportpolitischen Problemen rund um die Winterspiele in Sotschi befassen müssen. Darüber hinaus haben einige Spitzenverbände einen Reformstau im DOSB beklagt und eine größere Beteiligung an wichtigen Verhandlungen angemahnt. Außerdem sollen die unklaren Passagen der Satzung, die bei Juristen höchst unterschiedliche Urteile über die rechtmäßige Bestellung von Krämer zum „amtierenden Präsidenten“ auslösten, überarbeitet werden. Bis Mitte Oktober will der DOSB zwei Kandidaten herausgefiltert haben. Am 7.Dezember soll die Mitgliederversammlung in Wiesbaden über die Bach-Nachfolge entscheiden.

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