Home
http://www.faz.net/-gtl-7gwqp
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 25.08.2013, 16:35 Uhr

Anti-Doping-Gesetz Friedrich wiederholt Forderung

Bundesinnenminister Friedrich hat sich abermals für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. Im „Spiegel“ wiederholte Friedrich, was er schon Anfang Juni in der F.A.Z. gefordert hatte: Härtere Gesetze für den Berufssport.

© REUTERS „Wo finanzielle Vorteile durch Manipulation erzielt werden, ist so etwas überlegenswert“: Hans-Peter Friedrich

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich abermals für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. Für den Berufssport könne man über zusätzliche Regelungen in einem Anti-Doping-Gesetz reden. „Wo ein Sportler sein geldwertes Image durch Betrug fördert, ist so etwas überlegenswert“, sagte Friedrich dem „Spiegel“.

Bereits am 6. Juni hatte Friedrich in dieser Zeitung gesagt, dass er „einen Straftatbestand Sportbetrug für sinnvoll“ halte, aber Freizeitsportler nicht kriminalisiert werden sollten. Auch diese Auffassung wiederholte Friedrich im „Spiegel“.

Zuletzt hatten sich Justizminister der Länder mit großer Mehrheit für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. Kommende Woche wird Friedrich im Sportausschuss des Bundestags über das Thema sprechen. Bisherige Gesetzesinitiativen waren am Veto der Regierungskoalition gescheitert.

Mehr zum Thema

Der Druck auf die Politik war jüngst weiter gewachsen, nachdem die Dopingfälle in der internationalen Sprintszene und die Studie „Doping in Deutschland von 1950 bis heute“ ein weiteres Mal das Ausmaß des Dopingbetrugs im Sport vergegenwärtigt hatten.

So forderten der Präsident der Deutschen Fußball Liga, Reinhard Rauball, sowie die Verbandschefs Clemens Prokop (Leichtathletik) und Rudolf Scharping (Radsport) ein solches Gesetz. Während es der frühere Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, und Walther Tröger, der Ehrenpräsident des Nationalen Olympischen Komitees befürworten, hat der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Thomas Bach bisher stets argumentiert, das Arzneimittelgesetz sei ausreichend.

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Zbigniew Ziobro im Gespräch Es geht mir um historische Sensibilität

Die EU hat gegen Polen ein Rechtsstaatsverfahren eingeleitet. Im Interview verteidigt Polens Justizminister Zbigniew Ziobro die Maßnahmen und wehrt sich gegen Kritik – gerade auch aus Deutschland. Mehr Von Konrad Schuller

05.02.2016, 19:04 Uhr | Politik
Wehrbeauftragter Bundeswehr wegen Ausrüstungsmängeln am Limit

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, hat der Bundeswehr verheerende Ausrüstungsmängel bescheinigt. Am Dienstag stellte er in Berlin den Wehrbericht vor und sagte, dass es 1990 nach der Wende, in West und Ost zusammen, noch mehr als 600.000 Soldaten gegeben hätte. Mehr

26.01.2016, 17:15 Uhr | Politik
Nach AfD-Vorstoß Regierung: Wir schießen nicht auf Flüchtlinge

Die Forderung der AfD-Spitze nach einem Schusswaffeneinsatz an der Grenze empört die Politik. Die Bundesregierung stellt klar: Schießen auf Flüchtlinge wäre rechtswidrig. Und nun rudert sogar die AfD-Führung zurück. Mehr

01.02.2016, 13:45 Uhr | Politik
Istanbul De Maizière: Kein Hinweis auf gezielten Anschlag gegen Deutsche

Der Attentäter von Istanbul hat sich nach Angaben von Thomas de Maizière nicht gezielt deutsche Touristen als Opfer ausgesucht. Gleichzeitig dankte der Bundesinnenminister den türkischen Behörden für die Zusammenarbeit. Mehr

13.01.2016, 13:18 Uhr | Politik
DOSB-Präsident Hörmann hört bei Hörmann auf

Alfons Hörmann konzentriert sich künftig nur noch auf seine Aufgaben als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und die Hörmann-Gruppe nicht mehr als Geschäftsführer leiten. Dafür gibt es einen bestimmten Grund. Mehr Von Anno Hecker

12.02.2016, 18:48 Uhr | Sport

Digel hat’s gewusst

Von Michael Reinsch

Wegen seiner Rolle im Korruptionsskandal beim Leichtathletik-Weltverband fühlte sich Helmut Digel lange Zeit verleumdet. Jetzt muss er einen Vorgang einräumen, der seine Verteidigungslinie zusammenbrechen lässt. Mehr 1 4