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Anti-Doping-Gesetz Friedrich wiederholt Forderung

 ·  Bundesinnenminister Friedrich hat sich abermals für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. Im „Spiegel“ wiederholte Friedrich, was er schon Anfang Juni in der F.A.Z. gefordert hatte: Härtere Gesetze für den Berufssport.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich abermals für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. Für den Berufssport könne man über zusätzliche Regelungen in einem Anti-Doping-Gesetz reden. „Wo ein Sportler sein geldwertes Image durch Betrug fördert, ist so etwas überlegenswert“, sagte Friedrich dem „Spiegel“.

Bereits am 6. Juni hatte Friedrich in dieser Zeitung gesagt, dass er „einen Straftatbestand Sportbetrug für sinnvoll“ halte, aber Freizeitsportler nicht kriminalisiert werden sollten. Auch diese Auffassung wiederholte Friedrich im „Spiegel“.

Zuletzt hatten sich Justizminister der Länder mit großer Mehrheit für ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen. Kommende Woche wird Friedrich im Sportausschuss des Bundestags über das Thema sprechen. Bisherige Gesetzesinitiativen waren am Veto der Regierungskoalition gescheitert.

Der Druck auf die Politik war jüngst weiter gewachsen, nachdem die Dopingfälle in der internationalen Sprintszene und die Studie „Doping in Deutschland von 1950 bis heute“ ein weiteres Mal das Ausmaß des Dopingbetrugs im Sport vergegenwärtigt hatten.

So forderten der Präsident der Deutschen Fußball Liga, Reinhard Rauball, sowie die Verbandschefs Clemens Prokop (Leichtathletik) und Rudolf Scharping (Radsport) ein solches Gesetz. Während es der frühere Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, und Walther Tröger, der Ehrenpräsident des Nationalen Olympischen Komitees befürworten, hat der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Thomas Bach bisher stets argumentiert, das Arzneimittelgesetz sei ausreichend.

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