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Anklage gegen Arzt : Doping vom Fachmann?

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Seine Dissertation verfasste er zu Langzeitschäden in Folge mehrjähriger Einnahme von anabolen Steroiden. Nun muss sich der frühere Olympiastützpunkt-Arzt vor Gericht verantworten, weil er verbotene Mittel an Sportler weitergegeben haben soll.

          Ein ehemaliger Mitarbeiter des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland in Saarbrücken muss sich wegen Dopings vor dem Amtsgericht Rosenheim verantworten. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft München am Donnerstag. Der Arzt aus Saarbrücken soll zum wiederholten Male verbotene Mittel an Sportler weitergegeben und mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gehandelt haben. In der Vergangenheit wurde der Mann nach F.A.Z.-Recherchen bereits zweimal wegen ähnlicher Vergehen bestraft, einmal wegen eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz, ein anderes Mal wegen Betrugs. Seine Dissertation verfasste er an der Universität des Saarlandes zu Langzeitschäden in Folge mehrjähriger Einnahme von anabolen Steroiden.

          Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden die Dopingmittel im aktuellen Fall im Wesentlichen an Bodybuilder verkauft, der Arzt soll den Ermittlungen zufolge in Kontakt mit einem Händlerring in Rosenheim gestanden haben. Hinweise, dass auch Kader-Athleten Doping-Mittel bekamen, haben sich nicht ergeben, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Die Verhandlung ist nach Angaben des Amtsgerichts Rosenheim auf drei Tage angesetzt und soll am 11. Februar 2015 beginnen. Die Staatsanwaltschaft München ist als Schwerpunkt-Behörde mit Doping-Ermittlungen befasst.

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