Die Regierung in Athen hat den Wunsch des kubanischen Führers Fidel Castro abgelehnt, im August 2004 zu den Olympischen Spielen nach Athen zu reisen. „Fidel will. Athen sagt nein“, berichtete am Dienstag die Athener Zeitung „To Wima“.
Wie ein Sprecher des griechischen Außenministeriums mitteilte, könne Athen nicht die Politik der Europäischen Union ignorieren. Die EU-Staaten halten den kubanischen Staatschef „isoliert“, weil er hart und die Menschenrechte verletzend gegen Oppositionelle in Kuba vorgeht, hieß es.
Den Wunsch Fidel Castros 2004 Athen zu besuchen hatte sein Sportminister Umberto Rodrigez bei einem Treffen mit dem griechischen Staatssekretär für Sport, Giorgos Lianis, geäußert. Fidel Castro hatte 1992 - vor der Verhängung der EU-Maßnahmen - die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele von Barcelona verfolgt.