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Sport-Glosse : Raus mit der Wahrheit!

Bald nur noch ehrenamtlicher Schatzmeister des Walliser Fußball-Verbandes? Joseph Blatter Bild: dpa

Nach Armstrongs Geständnis ist die Zeit eigentlich reif dafür, dass sich andere Sportler/Trainer/Funktionäre bei Lanz/Will/Beckmann auf den Beichtstuhl setzen. Zum Beispiel Blatter, Matthäus, Magath, Klinsmann oder Becker.

          Jetzt, wo Lance Armstrong bei Oprah Winfrey völlig überraschend gebeichtet hat, ein Dauer-Doper gewesen zu sein, ist die Zeit eigentlich reif dafür, dass sich andere Sportler/Trainer/Funktionäre bei Lanz/Will/Beckmann auf den Beichtstuhl setzen. Also: Raus mit der Wahrheit!

          Joseph Blatter gibt zu, dass es eine sehr dumme Idee war, eine Fußball-WM in die Wüste und nach Russland verscherbelt zu haben. Er kündigt seinen Rücktritt als Fifa-Chef und seinen Einstieg als ehrenamtlicher Schatzmeister des Walliser Fußball-Verbandes an.

          Lothar Matthäus gesteht, dass er eingesehen hat, dass aus ihm nie und nimmer ein anerkannter Fußballtrainer wird, und zieht es vor, das zu tun, was er am besten kann: Er wird endgültig und hauptberuflich Hauptdarsteller seiner eigenen Doku-Soap.

          Felix Magath gesteht unter Tränen, dass es großer Mist von ihm gewesen ist, eine ganze Generation von Fußballspielern getriezt und gesiezt zu haben und wird Sportlehrer an einer Waldorfschule.

          Jürgen Klinsmann beichtet, dass er der am meisten überschätzte deutsche Fußballtrainer aller Zeiten gewesen ist, und verrät, dass er künftig in einer Bäckerei bei Stuttgart kleinere Brötchen backen will.

          Boris Becker gibt mit hochrotem Kopf zu, dass es mittlerweile sogar ihm peinlich ist, sich als cooles Poker-Ass im Fernsehen zu zeigen, und kündigt an, in seinen alten Beruf als Autohändler zurückkehren zu wollen.

          Volker Stumpe

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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          Quelle: F.A.S.

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