Home
http://www.faz.net/-gtl-oi5e
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Späth im Interview „Das ist mein größter Tag“

Mit seinem Überraschungs-Sprung auf den dritten Platz ist Georg Späth aus dem Schatten von Hannawald und Schmitt getreten. „Schön, daß ich auch mal diese Aufmerksamkeit genießen kann“, sagt er im Interview.

© AP Vergrößern „Man einfach jede Menge Selbstvertrauen”: Georg Späth

Mit seinem Überraschungs-Sprung auf den dritten Platz ist Georg Späth aus dem Schatten von Hannawald und Schmitt getreten. „Schön, daß ich auch mal diese Aufmerksamkeit genießen kann“, sagt er im Interview.

Georg Späth, den ersten Podestplatz Ihrer Karriere haben Sie ausgerechnet beim Neujahrsspringen errungen. Haben Sie damit gerechnet?

Mehr zum Thema

Einfach Wahnsinn. Das ist mein größter Tag. Auf dem Siegerpodest zu stehen, ist schon ein tolles Gefühl. Nach Oberstdorf habe ich gedacht, daß das schon extrem gut war, und jetzt ist es noch besser geworden. Eigentlich ist es fast nicht zu glauben.

Haben Sie eine Erklärung für Ihre Leistungsexplosion bei der Tournee?

Ich weiß auch nicht, es geht fast alles von allein. Es ist schön zu wissen, daß ein Sprung wie der andere klappt. Ich bin körperlich top fit und muß mir keine Gedanken machen.

Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie als Vorletzter im zweiten Durchgang an den Ablauf mußten?

Das war schon eine spezielle Situation, aber ich hatte gedacht, daß ich nervöser bin. Mit den guten Sprüngen bei der Tournee ist auch bei mir die Sicherheit gekommen. Ich habe eigentlich noch keinen schlechten Sprung gemacht, und da hat man einfach jede Menge Selbstvertrauen.

Michael Uhrmann und Sie haben die Hierarchie im deutschen Team komplett durcheinander gewirbelt.

Das ist schon komisch. Man sagt immer, wir sind die zweite Garde. Uns tut diese Situation unheimlich gut. Schöner wäre es natürlich, wenn Sven Hannawald und Martin Schmitt auch besser wären.

Wie gehen Sie mit dem Trubel um, der um Sie entstanden ist?

Ich finde das eher positiv. Es ist schön, daß ich auch mal diese Aufmerksamkeit genießen kann. Das ist schon ein völlig neues Gefühl, wenn man nach dem Wettkampf ins RTL-Studio geht vor die vielen Fernsehkameras.

Was rechnen Sie sich in Innsbruck aus?

Am Bergisel komme ich gut zurecht. Die Schanze liegt mir. Da, wo ich stehe, wollte ich immer hin und will ich auch bleiben.

Welche Ziele haben Sie für die Gesamtwertung?

Darüber habe ich noch gar nicht richtig nachgedacht. Ich bin erst mal froh und genieße die neue Situation. An einen Podestplatz will ich gar nicht denken. Ich mache weiter meine Sprünge und versuche, ruhig zu bleiben. Dann kommt alles von selbst.

Quelle: sid, dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Biathlon in Pokljuka Schempp bleibt die Nummer eins

Die deutschen Biathleten ergattern beim letzten Weltcup vor der Weihnachtspause keinen Podestplatz. Bester beim Sieg von Anton Schipulin ist wieder Simon Schempp. Arnd Peiffer verpasst hingegen gar den Verfolger. Mehr

19.12.2014, 17:41 Uhr | Sport
Kino-Trailer The Interview

Hacker haben mit Anschlägen gedroht, sollten Kinos den umstrittenen Film The Interview zeigen. Sony zieht Konsequenzen - und Amerika vermutet, dass Nordkorea dahinter steckt. Mehr

18.12.2014, 09:56 Uhr | Gesellschaft
AfD Lucke: Besuch in russischer Botschaft war falsch

Mehrere führende AfD-Funktionäre trafen im November den russischen Botschafter. In internen E-Mails kritisiert Parteichef Bernd Lucke den Besuch nun als Fehler. Mehr

12.12.2014, 20:51 Uhr | Politik
Britisches Königshaus Neue Fotos von Prinz George

Die Royals haben drei neue Fotos von dem inzwischen 17 Monate alten Prinz George freigegeben. Er wird ansonsten von den Medien abgeschirmt, nur bei öffentlichen Auftritten darf er fotografiert werden. Mehr

15.12.2014, 09:20 Uhr | Gesellschaft
Interview: Alexander Zorniger Noch ein Jahr zweite Liga würde nicht schaden

Mit den Millionen von Red Bull strebt RB Leipzig in Richtung Bundesliga. Das Gefühl, keinen Erfolg zu haben, kennt der Serienaufsteiger nicht. Trainer Zorniger sieht das auch als Gefahr. Mehr

07.12.2014, 09:01 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2004, 17:51 Uhr

Schöne Bescherung durch die Fifa

Von Anno Hecker

Der Bericht des früheren Chefermittlers Michael Garcia wird nun doch veröffentlicht. Das ist ein großer Erfolg. Nun könnte auch das Verhalten Franz Beckenbauers für jedermann offensichtlich werden. Ein Kommentar. Mehr 6 8

Umfrage

Welche Bundesligaklubs schaffen es ins Viertelfinale der Champions League?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Ergebnisse, Tabellen und Statistik