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Skispringen Ruhetag statt Training für Hannawald und Schmitt

 ·  Der Trainingsauftakt der Skispringer bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City fand ohne Sven Hannawald und Martin Schmitt statt.

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Sven Hannawald und Martin Schmitt haben ihren Angriff auf olympisches Gold mit einem Ruhetag begonnen.

Das deutsche Skispringer-Duo verzichtete nach der stressigen Anreise und einer kurzen ersten Olympia-Nacht - Schmitt erwachte um drei Uhr nachts, Hannawald gegen fünf Uhr morgens - auf das erste Training für die olympische Normalschanzen-Entscheidung am Sonntag.

In Abwesenheit der Goldkandidaten schaffte der Finne Janne Ahonen mit 95,5 Metern den weitesten Sprung beim ersten Kräftemessen der Weltelite, bester Deutscher war in drei Trainingsdurchgängen bei strahlendem Sonnenschein Christof Duffner (Schönwald) mit 92,5 Metern.

"Haben noch genug Zeit zum Training"

„Das war eine kurze Nacht, aber bei der Vierschanzentournee habe ich noch schlechter geschlafen. Ich spare lieber meine Kräfte, wir haben noch genug Zeit zum Training“, erklärte Hannawald. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Schmitt kam er nur kurz wegen der Vermessung der neuen Sprunganzüge an die Schanze, verschwand dann wieder ins Traumquartier „Bear Hollow“ und kündigte den ersten Trainings-Auftritt für Donnerstag an.

Dann wird das Duo, das im vergangenen Jahr auch beim Weltcup an gleicher Stelle fehlte, zum ersten Mal überhaupt auf den Olympiaschanzen springen. Am Nachmittag spielten Hannawald, Schmitt und Co zur Entspannung Fußball, um die Strapazen der Anreise aus St. Moritz abzuschütteln.

"Ausruhen und dann angreifen"

„Die beiden sind von mir für alle Wettbewerbe gesetzt, sie mussten sich dieses Training nicht antun. Sie sollen sich lieber ausruhen und dann angreifen“, erklärte Bundestrainer Reinhard Heß. Schmitt fand das gut: „Es fiel mir schon schwer mit dem Schlafen. Aber ansonsten passt es wieder, ich fühle mich gut in Form. Allerdings ist mir die Großschanze lieber.“ Das hält aber nicht nur sein Teamkollege Michael Uhrmann (Rastbüchl) für eine schlichte Untertreibung: „Hier in der dünnen Luft ist der Absprung extrem wichtig. Das wird dem Martin ziemlich liegen.“

Offensichtlich liegt der Bakken auf knapp 2000 Metern Höhe aber auch den anderen Deutschen. Neben Duffner präsentierten sich auch Uhrmann (92 Meter), Stephan Hocke (Oberhof/90) und Georg Späth (Oberstdorf/89) in starker Form. Heß: „Ich bin nicht unzufrieden, weil wir nach der Anreise erst halb eins im Bett waren. Nach dem Training am Donnerstag vergebe ich die restlichen beiden Startplätze für das erste Olympia-Springen.“ Am Sonntag kämpfen vier Deutsche um Gold.

2500 Dollar pro Tag für Zimmer

Der Kampf um die Zimmer im für 2500 Dollar pro Tag angemieteten „Springer-Traumhaus“ in der Bärenschlucht mit eigenem Koch war schnell entschieden. „Die schönsten Zimmer haben natürlich der Hanni und der Martin abbekommen“, schilderte Uhrmann die Szenen in der mit Kamin ausgestatteten Nobelherberge.

Schmitt teilt sich mit Hocke ein Doppelbett, Hannawald mit Späth. Ein anderes deutsches Duo mit Pressesprecher Markus Schick und Arzt Ernst Jakob machte am Mittwoch Bekanntschaft mit den strengen Sicherheitsvorkehrungen. Weil sie die zehn Minuten vom Quartier zu den Schanzen zu Fuß laufen wollten, wurden sie von Armisten kurzzeitig festgenommen.

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