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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Skispringen „Ich will wieder zu mir finden“

 ·  Unsicher und zurückhaltend hat sich Sven Hannawald nach sechs Wochen ohne Wettkampf vor dem Skispringen in Willingen präsentiert. Zumindest der Streit mit Bundestrainer Steiert soll ausgeräumt sein.

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Die Differenzen sind angeblich ausgeräumt, die Unsicherheit jedoch weiter vorhanden: Beim seit Wochen ausverkauften Skisprung-Weltcup in Willingen kämpft Sven Hannawald um eine erfolgreiche Rückkehr und einen Platz im WM-Team. Eine Woche vor den Skiflug-Titelkämpfen in Planica stellt sich der zweimalige Weltmeister nach sechswöchiger Pause erstmals wieder den erwarteten 90.000 Fans und der Konkurrenz. „Ich will wieder einigermaßen zu mir und einer normalen Form finden“, sagte Hannawald.

Bundestrainer Wolfgang Steiert will seinen einstigen Vorflieger, der seinen letzten Sieg vor einem Jahr an gleicher Stätte feierte, nicht zusätzlich unter Druck setzen. „Ich kann nicht sagen, wo er steht. Seine konditionelle Form hat sich verbessert. Sven wird sich reinfinden müssen. Wir haben keine Erwartungen. Er soll unbekümmert springen und seine Technik rüberbringen“, erklärte Steiert. Dennoch dürfte der Bundestrainer enttäuscht über Hannawalds Qualifikationsprung gewesen sein. Mit 128 Metern landete sein Schützling auf einem enttäuschenden 26. Platz.

„Vertrauensverhältnis wiederhergestellt“

Im deutschen Skisprung-Mekka geht es für Hannawald bei der Generalprobe für die Skiflug-WM aber um mehr als nur einen Platz unter den besten 15, den der Technische Sprung-Direktor Rudi Tusch fordert. Nach dem guten Auftritt seiner Kollegen beim Skifliegen in Oberstdorf muß der Hinterzartener auch beweisen, ob er die erhoffte Verstärkung für das DSV-Team sein kann. „Es geht in Willingen um die Plätze für den Teamwettbewerb“, stellte Steiert klar. Für den Einzelwettbewerb ist Hannawald als Titelverteidiger automatisch qualifiziert. „Mir geht es körperlich besser, ich freue mich auf Willingen“, verkündete der 29-Jährige.

Eine Absage für Planica steht für Steiert auch dann nicht zur Debatte, wenn Hannawald in Willingen nicht sein Potenzial ausschöpft. „Ich gehe davon aus, daß Sven den Rest des Winters komplett durchspringt“, sagte der Bundestrainer, der von seinem Musterschüler zuletzt heftig kritisiert worden war. „Wir hatten ein sehr gutes Gespräch. Das Vertrauensverhältnis zwischen uns ist wie vorher“, erklärte Steiert und beendete damit die Debatte.

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