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Skispringen Ein Winter ohne Hannawald

11.10.2004 ·  Sven Hannawald wird den deutschen Skispringern in diesem Winter definitiv fehlen. „Aber bei Olympia 2006 könnte er dabei sein“, sagte der entmachtete Bundestrainer Steiert.

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Der zweimalige Skiflug-Weltmeister Sven Hannawald aus Hinterzarten muß definitiv die bevorstehende Wintersaison auslassen. Das erklärte derv am vergangenen Freitag entmachtete Bundestrainer und Hannawalds Heimtrainer Wolfgang Steiert.

Er habe Kontakt zum im November 30 Jahre alt werdenden Team-Olympiasieger von Salt Lake City, der noch eine Therapie bestreite. „Vielleicht sieht man Sven Hannawald 2006 bei Olympia, aber mit Sicherheit nicht im nächsten Winter“, sagte Steiert am Sonntagabend in der SWR-Sendung „Sport im Dritten“. Allerdings wird mit jedem zusätzlichen Monat Pause ein Rücktritt Hannawalds immer wahrscheinlicher.

Hannawalds Manager Werner Heinz versuchte, diese Befürchtung zu zerstreuen. „Ich sehe momentan die Gefahr eines Rücktritts nicht“, sagte Heinz. „Sven macht leichtes Training und wird gleichzeitig therapiert. Das alles Entscheidende ist, daß er wieder gesund wird.“

Burnout-Syndrom nicht überwunden

Hannawald leidet noch an den Nachwirkungen eines sogenannten Burnout-Syndroms, das für allgemeine körperliche Erschöpfung und den Verlust der Fähigkeit steht, sich zu regenerieren. Er hatte deshalb bereits die nacholympische Saison vorzeitig beendet und sich am 29. April in klinische Behandlung begeben. Die ist noch nicht abgeschlossen. Bereits vor einigen Wochen hatte der Deutsche Skiverband (DSV) mitgeteilt, daß er für die bevorstehende Saison nicht mit dem einstigen Überflieger rechne.

Steiert will nach seiner Entlassung als Bundestrainer den viermaligen Weltmeister Martin Schmitt (Furtwangen) wieder in die Weltspitze zurück führen. „Ich werde als Heimtrainer mit Martin arbeiten“, kündigte er an. Darüber hätten sich beide bereits verständigt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
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